Deutsche Fahne auf dem Bundestag

Kultur

"Kulturzeit" vom 28.09.2021

Die Themen der Sendung: Nach der Wahl - Gespräch mit Stephan Lamby, Film "Und morgen seid ihr tot", Abschied von der Kanzlerin, "Komplizen" am Wiener Burgtheater und Marx-Jubiläum in Chemnitz.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2021
Datum:

Die Themen der Sendung:

Der Kampf um die Macht

Stephan Lamby
Der Filmemacher Stephan Lamby
Quelle: dpa

Ein Wahlkampf, der auf Personen aufgebaut ist und nicht auf Inhalte, kann Karrieren zerstören. Bis zum Schluss hat Armin Laschet an seinen Sieg geglaubt. Trotz schlechter Umfragewerte sah er sich als Angela Merkels Erbe und hoffte auf einen Triumphzug. Doch Laschet leistete sich zu viele Fehler. Jetzt steht seine Zukunft in der CDU auf dem Spiel. Die "Todeszone der Politik" nannte Joschka Fischer das Amt des Kanzlers. Im Dokumentarfilm "Wege zur Macht" dokumentiert Politjournalist Stephan Lamby, wie gnadenlos dieser Weg tatsächlich ist. Für seinen Film begleitete Lamby die Kanzlerkandidaten Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz ab Dezember 2020 durch das Wahljahr. Wir sprechen mit ihm über die Kanzlerkandidaten und die Bundestagswahl.

Abschied von der Kanzlerin - Was hat Merkel für die Gleichberechtigung erreicht?

Als große Kämpferin für Frauenrechte hat Angela Merkel sich selten hervorgetan. Aber vielleicht hat ihre Kanzlerinnenschaft doch mehr für die Gleichberechtigung getan als erwartet. Und womöglich war es mehr als nur eine Art politischer Betriebsunfall, dass ausgerechnet die männerdominierte Union die erste Frau an der politischen Spitze Deutschlands gestellt hat. Immerhin hat Merkel sich vor kurzem selbst als "Feministin" bezeichnet und als Role Model Frauen dazu ermutigt, sich ganz selbstbewusst und selbstverständlich gegen Männer durchzusetzen. Vier kulturschaffende Frauen und ihre Einschätzung.

"Und morgen seid ihr tot“

Vor zehn Jahren wurde ein Schweizer Paar auf seiner Reise durch Pakistan entführt und an die Taliban übergeben. Die achtmonatige Geiselhaft und ihre erfolgreiche Flucht erzählt Regisseur Michael Steiner ("Grounding", "Wolkenbruch") vor allem aus der Perspektive der Entführten. Damit wirft der Film ein neues Schlaglicht auf die damals sehr geteilte öffentliche Meinung in der Schweiz. Steiners Film "Und morgen seid ihr tot" ist der Eröffnungsfilm beim Zürcher Filmfestival 2021.

Burgtheater-Premiere für "Die Komplizin"

Der australisch-schweizerische Regisseur und Autor Simon Stone hat zwei Stücke von Maxim Gorki als Vorlage für "Die Komplizen" herangezogen. Das Stück feierte eine umjubelte Premiere im Wiener Burgtheater.

Kolossaler Zeuge, neu angesehen - Marx-Jubiläum in Chemnitz

Der große Karl-Marx-Kopf in Chemnitz wird 50 Jahre alt. Angefangen hatte es 1953 mit der Umbenennung der Stadt in Karl-Marx-Stadt. Staatschef und Generalsekretär Walter Ulbricht selbst lud den russischen Bildhauer Lew Kerbel 1961 ein, für diese neue Stadt ein Denkmal zu schaffen. Am 9. Oktober 1971 wurde die monumentale Bronze auf eine der Innenstadt-Magistralen gesetzt - nach weit ausgreifenden Plänen, die zunächst eine zehn Meter hohe Skulptur vorsahen. Einer der Gestalter der Schrifttafeln hinter dem Kopf, der Bildhauer Volker Beier, erinnert sich. Inzwischen steht der so genannte "Nischel" länger im Kapitalismus als im Sozialismus und hat ganz anderes erlebt, als sein Bildhauer ahnen konnte: kräftige De-Monumentalisierung im Kitsch und sogar antidemokratische Demonstrationen, deren Bilder um die Welt gingen.

Die Zeit ist ein Thema des Projekts des Künstlers Olaf Nicolai, für das er das Gesicht des Marx-Kopfes am Tag der Tagundnachtgleiche 24 Stunden lang gefilmt hat. Dieser Film wurde am 21. September, an 16 Orten in Deutschland, von Island über Asien bis Amerika, aufgeführt. Die Welt hat also wieder auf diesen kolossalen Kopf geschaut - beziehungsweise wurde von ihm angeschaut.

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