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Kultur

"Kulturzeit" vom 25.11.2021

Unsere Themen: Neue(r) Kulturstaatsminister/in - Gespräch mit Olaf Zimmermann, "Memorial" vor dem Aus, Doku über die Uffizien in Florenz, das Impfen und seine Gegner - Teil 2, Louise Brown "Was bleibt, wenn wir sterben".

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2021
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 25.12.2021

Die Themen der Sendung:

Wie grün wird die Kultur? - Gespräch mit Olaf Zimmermann

Wie wird die Kulturpolitik der neuen Regierung aussehen? Im Koalitionsvertrag wurde festgelegt, dass die Grünen das Vorschlagsrecht für die oder den nächste(n) Kulturstaatsminister/in erhalten. Wir sprechen mit dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, über den oder die neue(n) Kulturstaatsminister/in und die Hoffnungen des von der Corona-Pandemie besonders gebeutelten Kulturbereichs.

Was die Parteien zu ihrer Kulturpolitik ins Wahlprogramm geschrieben haben, haben wir vor der Wahl untersucht.

Russlands älteste NGO "Memorial" vor dem Aus

In Moskau hat der viel kritisierte Prozess gegen die russische Menschenrechtsorganisation Memorial begonnen. Der Organisation droht ein Verbot. Vor dem Gerichtsgebäude versammelten sich Hunderte Menschen, wie Fotos in sozialen Netzwerken zeigen. Viele trugen schwarze Corona-Schutzmasken mit der Aufschrift "Memorial nicht verbieten". Die russische Justiz wirft Memorial wiederholte Verstöße gegen das Gesetz über sogenannte ausländische Agenten vor. Dieses sieht vor, dass Empfänger von Zahlungen aus dem Ausland als "Agenten" bezeichnet werden können. Memorial weigert sich, sich selbst so zu nennen. Die Menschenrechtler beklagen politische Verfolgung.

Die Ende der 1980er Jahre gegründete Gesellschaft setzt sich für politische Gefangene ein, aber auch für die Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen in der Sowjetunion. Ihr drohendes Aus hatte in den vergangenen Wochen international Proteste ausgelöst. Kritik kam auch aus Deutschland, etwa von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Dokumentarfilm über die Uffizien in Florenz

Mit mehr als zwei Millionen Besuchern jährlich sind die Uffizien eines der berühmtesten Museen der Welt. Im 16. Jahrhundert gegründet, hängen hier Meisterwerke aus der Sammlung der Medici: Leonardo da Vincis "Anbetung der Könige", Botticellis "Frühling" oder Tizians "Venus von Urbino".

Seit September 2015 leitet der deutsche Kunsthistoriker Eike Schmidt das Haus. Gemeinsam mit seinem Team hat er die Uffizien offener und lebendiger gemacht. Die beiden preisgekrönten Filmemacher Corinna Belz und Enrique Sánchez Lansch haben das Museum mit der Kamera erforscht und sind tief in den Kunstkosmos eingetaucht. Ihr Dokumentarfilm "In den Uffizien" kommt am 25. November in die Kinos.

Impfgeschichte(n) aus 3sat-Land - Teil 2: Freiheitstrychler in der Schweiz

Wir besuchten im Schweizerischen Emmental das Zentrum des Schriftstellers Jeremias Gotthelf. Der Schriftsteller schrieb Mitte des 19. Jahrhunderts einen der ersten Romane, die sich mit der Unwilligkeit der Bevölkerung sich impfen zu lassen auseinandersetzt. Ein Vorbild für die Freiheitstrychler von heute?

Was bleibt, wenn wir sterben?

Louise Brown ist Journalistin und Trauerrednerin. In ihrem Buch "Was bleibt, wenn wir sterben?" schildert sie ihre berührenden Erfahrungen in den Gesprächen mit Angehörigen von Verstorbenen. Trost durch Sprache sucht auch ein außergewöhnliches Projekt in Zürich. Auf dem Friedhof Nordheim findet einmal im Jahr ein Sammelbegräbnis für einsam verstorbene Menschen statt. Menschen, die zum Zeitpunkt des Todes keine Angehörigen mehr hatten. Während die Urnen in die Erde gelassen werden, lesen Dichterinnen und Dichter jeweils ein Gedicht vor, das sie für die einsam Verstorbenen geschrieben haben. Die Autorin Melanie Katz ist Initiatorin des Projekts. Die "Dichterinnen vom Dienst", wie sie sich nennen, gehen vor dem Begräbnis an den Ort, wo die verstorbene Person gelebt hat, reden mit Nachbarn und holen sich so Inspiration für das Gedicht. Wir Menschen sind dem Tod also nicht ganz hilflos ausgeliefert. Ein mächtiges Werkzeug des Trostes bleibt uns: die Sprache.

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