Kultur

"Kulturzeit" vom 21.06.2022

Die Themen der Sendung: Claudia Roth und Heinz Bude zum Antisemitismus-Eklat bei der documenta, Amélie Nothomb, Fleisch und der Fotograf Lothar Schiffler.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2022
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 21.07.2022

Die Themen der Sendung:

Eklat auf der documenta 15 - Gespräche mit Heinz Bude und Claudia Roth

Nach neuerlichen Antisemitismus-Vorwürfen hat die documenta fifteen in Kassel ein heftig kritisiertes Werk verhüllt. Das Internationale Auschwitz Komitee hat nun zum Austausch mit den Künstlern aufgerufen. Wie konnte es so weit kommen? Wir sprechen mit dem Soziologen Heinz Bude und der Kulturstaatsministerin Claudia Roth.

Amélie Nothomb

"Ambivalenz" heißt das neue Buch der belgischen Bestsellerautorin Amélie Nothomb. Auf französisch hat sie es bereits vor vier Jahren veröffentlicht, jetzt kommt die deutsche Version heraus. Ein Familiendrama, das für Nothombs Verhältnisse ungewöhnlich grausam verläuft. Die 55-Jährige lebt und wirkt hauptsächlich in ihrer Wahlheimat Paris, dort haben wir sie getroffen.

Film "Abenteuer eines Mathematikers"

Stanislaw Ulam ist schon mit 30 Jahren ein renommierter Mathematiker. 1938 kommt er als Hochschullehrer nach Harvard und lässt Leben und Familie in Lemberg in Polen zurück. Sein kleiner Bruder, am Vorabend des Zweiten Weltkriegs emigriert, hat bei ihm Unterschlupf gefunden. Die Brüder bangen nach Hitlers Überfall um das Leben ihrer jüdischen Familie in Polen, die sie beschwören nachzukommen. Der Film erzählt, nach der Autobiografie von Stan Ulam, die Geschichte und Entwicklung einer Bombe, die die Welt verändern wird. Zwei Jahre lang lag der Spielfilm von Thorsten Klein wegen Corona auf Eis. Jetzt hat er eine traurige Aktualität bekommen.

Fleisch

Unsere Fleischproduktion ist von Geburt bis zum Tod der Tiere auf Masse getrimmt. Weltweit verbrauchen wir durchschnittlich 70 Kilo pro Kopf und Jahr. Mehr als doppelt so viel, wie noch vor 20 Jahren. Ein Exzess mit gravierenden Folgen, "weil unser globales Ernährungssystem mit dem Fleischkonsum wie wir ihn heute haben, je nach Quelle zwischen 30 und 40 Prozent der emittierten Treibhausgase ausmacht", sagt Christine Schäfer. Sie forscht am Schweizer Gottlieb-Duttweiler-Institut schwerpunktmäßig zu Lebensmitteltrends. Die Klima-Uhr tickt, es braucht eine klare Ansage: die Schweiz soll fleischfrei werden und zwar bis 2050. Vegetarismus als Staatsdoktrin? Soweit wird es hoffentlich nicht kommen. Gelingen soll die Abkehr vom fleischlichen Genuss vielmehr dank mehr Alternativen zu konventionellen Produkten: "Das kann auf pflanzlicher Basis sein, mittels Fermentation Mikroogranismen, oder auch zellbasiert, also dass man Fleisch im Labor züchtet", sagt Schäfer. "Es wird sehr viel Geld investiert in diese Branche." Für den Bio-Bauern Nils Müller klingt das weder nachhaltig noch nach Ernährungswende. Der Zürcher setzt auf Verzicht. Der sinnvollste Weg aus der Fleisch- und Klimakrise ist eine natürliche Kreislaufwirtschaft, ist er überzeugt. Das Tier nicht als grosser Co2-Produzent, sondern in fruchtbarer Symbiose mit Mensch und Umwelt. Die Philosophie von Nils Müller und seiner Frau Claudia Wanger füllt ein ganzes Buch: "Zum Sterben schön". Es gewährt Einblicke in das Wertesystem und die Kreislaufwirtschaft auf dem Biobauernhof "Chalte Hose". Es ist ein eindringlicher Appell, das Töten von Tieren zum eigenen Genuss nicht auszulagern an eine gesichtslose Industrie.

"Airlines. Vogelspuren in der Luft” - Fotograf Lothar Schiffler und die Flugbahnen von Mauerseglern

Der Fotograf Lothar Schiffler macht mit einer speziellen Methode Vogelspuren in der Luft sichtbar. "Airlines" heißt sein Projekt. Wir schauen dem Künstler bei der Arbeit zu - und den Mauerseglern beim "Kunstflug".

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