Kultur

"Kulturzeit" vom 15.03.2022

Die Themen der Sendung: "Wir" - Anton Lubchenkos Oper nach einem russischen Science-Fiction-Klassiker über ein totalitäres Regime feiert Weltpremiere in Regensburg, das "Katapult"-Magazin und ukrainische Journalisten, Protest in Russland - Gespräch mit Michael Schischkin und Buchmesse Leipzig.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2022
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 15.03.2023

Die Themen der Sendung:

"Wir" - Anton Lubchenkos Oper feiert in Regensburg Weltpremiere

Der Komponist und Opernregisseur Anton Lubchenko
Anton Lubchenko
Quelle: Oper Regensburg

Der russische Komponist und Dirigent Anton Lubchenko hat aus dem Klassiker der (anti-)utopischen Literatur "Wir" von Jewgeni Samjatin von 1920 eine Oper gemacht. "Wir" handelt vom Leben als Kollektiv in einem total überwachten Staat, in dem das allgemeine Glück durch maximale Gleichschaltung der Menschen erreicht werden soll. Am 15. März feiert die Oper im Theater Regensburg Weltpremiere. Wir haben uns die Proben angesehen und mit Anton Lubchenko und Mitwirkenden des russisch-ukrainischen Ensembles über den Ukraine-Krieg und die Zusammenarbeit in der aktuellen Situation gesprochen.

"Katapult"-Magazin stellt ukrainische Kollegen ein

20 Mitarbeiter des "Katapult"-Magazins nehmen weniger Gehalt in Kauf und stecken das Geld in 20 Arbeitsplätze, die sie an ukrainische Journalistinnen und Journalisten vergeben haben. Die meisten berichten aus der Ukraine. Für Chefredakteur Benjamin Fredrich eine neue Situation: Plötzlich arbeiten Mitarbeiter im Kriegsgebiet und fragen nach schusssicheren Westen. Eine Greifswalder Computerfirma hat bereits Hardware gespendet. Ein Hotel nebenan stellt Zimmer bereit. Die neue "Katapult Ukraine" ist erst mal finanziert - mit über 2200 Abos und mehr als 220.000 Euro Spenden. Im neuen Redaktionsgebäude sollten eigentlich weitere Büros entstehen, jetzt werden hier erstmal Geflüchtete einziehen.

Protest gegen den Ukraine-Krieg in Russland - Gespräch mit Michael Schischkin

Mit einem spektakulären Auftritt im russischen Staatsfernsehen hat eine Frau den Krieg von Kremlchef Putin gegen die Ukraine verurteilt. Der Kreml wirft ihr nun "Rowdytum" vor - von der in den sozialen Netzwerken gefeierten Journalistin fehlt derzeit jede Spur. "Ihre Anwälte dürfen keinen Kontakt zu ihr aufnehmen", teilte der Sprecher des EU-Chefdiplomaten Josep Borrell mit. Der Protest sei das jüngste Beispiel einer mutigen Haltung, welche die Lügen und Propaganda des Kremls widerlege. Tatsächlich demonstrieren aber verhältnismäßig wenige Russinnen und Russen für den Frieden, sind doch die persönlichen Risiken und Gefängisstrafen hoch. Wir sprechen mit dem in der Schweiz lebenden russischen Journalisten und Schriftsteller Michael Schischkin über die russische Gesellschaft und das Schweigen der Mehrheit.

Buchmesse Leipzig: Heike Geißler und Daniel Schulz

Die Buchmesse Leipzig ist zwar zum dritten Mal abgesagt worden, Programm und Lesungen gibt es aber trotzdem. Am 18. März startet die so genannte Pop-Up-Messe, die mehrere kleinere und größere Verlage veranstalten. Wir haben mit der in Leipzig lebenden Schriftstellerin Heike Geißler und dem Schriftsteller Daniel Schulz gesprochen.

Ai Weiwei in der Albertina Wien

Die Wiener "Albertina modern" eine umfassende Retrospektive des chinesischen Künstlers Ai Weiwei. Unter dem Titel "In Search of Humanity", also "auf der Suche nach Menschlichkeit", befasst sich die Ausstellulng eingehend mit dem Aspekt der Menschlichkeit und der künstlerischen Stellungnahme in Ai Weiweis Schaffen. Zu sehen ist die Schau vom 16. März bis zum 4. September 2022.

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