Kultur

"Kulturzeit" vom 14.04.2022

Die Themen der Sendung: Ukrainische Künstlerin Lada Nakonechna im Exil, Pazifismus in Zeiten des Krieges - Gespräch mit Wilfried Hinsch, Zoom-In mit ESC-Band Kalush Orchestra, Mangel als Folge des Krieges und "Gabriel" am Theater Karlsruhe.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2022
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 14.04.2023

Die Themen der Sendung:

Ukrainische Künstlerin Lada Nakonechna im Exil

Zu sehen ist die Künstlerin Lada Nakonechna, die neben einer ihrer Stahlrohren-Skulpturen steht.
Lada Nakonechna
Quelle: Uwe Walter, Berlin

Hunderttausende Menschen sind bereits aus der Ukraine geflohen, um sich und ihre Familien vor den Grauen des Krieges zu schützen. Unter ihnen ist auch die Künstlerin Lada Nakonechna, die mit ihrem zweijährigen Sohn in Leipzig gestrandet ist. Dort eröffnet nun eine Ausstellung mit Werken, in denen sie seit Jahren das Schicksal ihrer Heimat verarbeitet. Geplant war die Ausstellung schon lange - ein Tag vor der Grenzüberschreitung der Russen in die Ukraine packte die Künstlerin ihre Exponate ins Auto, um mit ihrer Familie nach Leipzig zu fahren. Doch es kam anders und sie musste Hals über Kopf mit ihrem Kind nach Deutschland fliehen und ihren Mann mit dem Auto und den Kunstwerken zurücklassen. Nun sind die Werke von polnischen Freunden nach Leipzig gebracht worden, rechtzeitig zum Ausstellungsbeginn. "Studium des Menschen" ist der Titel ihrer Ausstellung, in der die Plastiken an Prothesen, Gewalterfahrungen und leblose Körper erinnern. Kunst, die von der Gegenwart eingeholt wurde.

Pazifismus in Kriegszeiten - Gespräch mit Winfried Hinsch

Seit dem Ukraine-Krieg wird der Pazifismus in Europa immer mehr in Frage gestellt. Auch militärische Unabhängigkeit und Bündnisfreiheit wollen Staaten wie Finnland und Schweden aufgeben, um Schutz bei der Nato zu suchen. Schon in ein paar Monaten könnten sie dem Schutzbündnis beitreten. Braucht man Waffen, um Frieden zu schaffen? Die Ostermärsche heute stehen jedenfalls im Zeichen des Ukraine-Krieges. Aber hat der Pazifismus ausgedient? Darüber haben wir mit dem Philosophen Wilfried Hinsch gesprochen. Er lehrt Philosophie an der Universität Köln. Sein Buch "Die Moral des Krieges" ist 2017 erschienen. Hinsch steht dem radikalen Pazifismus kritisch gegenüber.

Zoom In: ESC-Band Kalush Orchestra im Interview

Trotz des Krieges in ihrer Heimat ist die ukrainische Band Kalush Orchestra fest entschlossen, am Eurovision Song Contest in Turin anzutreten. Lilian Moschen hat mit Sänger Oleg Psyuk über die Situation in der Ukraine und ihre besondere Verantwortung beim ESC in diesem Jahr gesprochen.

Mangel als Folge des Krieges

Lebensmittel sind teurer geworden, das Sonnenblumenöl fehlt im Regal. Mehl und Nudeln verschwinden durch Hamsterkäufe. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Öl und Gas. Auf einmal gibt es Mangel - einen Mangel, den wir nicht kennen, der Angst macht. Was sind die Folgen daraus? Wen trifft es am meisten? Und welche Rolle spielt die allseits präsente Forderung nach Maß halten und Verzicht?

"Gabriel" am Staatstheater Karlsruhe

Gabriel verkörpert alles, was einen sportlichen, adeligen, arroganten Teenager im Italien der Renaissance zum Mann macht. Bis er erfährt, dass er biologisch eine Frau ist. Erstmals kommt der dramatische Text der französischen Schriftstellerin George Sand von 1839 in Deutschland auf die Theaterbühne. Es geht um fluide Geschlechterrollen, um das "Frau-Sein" und um Freiheit und Liebe. Inszeniert wird "Gabriel" von der slowenischen Regisseurin Slava Daubnerova am Staatsheater Karlsruhe, die sich mit ihren feministischen Blick auf die großen Klassiker einen Namen gemacht hat.

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