Kultur

"Kulturzeit" vom 12.01.2022

Die Themen der Sendung: Erste Schweineherz-Transplantation am Menschen - Gespräch mit Thomas Macho, Ausblicke 2022 - Mithu Sanyal und Clemens Setz, Hanya Yanagiharas Roman "Zum Paradies" - Literaturgespräch mit Ursula März, Nachruf auf Ali Mitgutsch und Achtsamkeit.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2022
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 12.01.2023

Die Themen der Sendung:

Das erste Schweineherz im Menschen - Gespräch mit Thomas Macho

Ein Schweineherz, das in der Brust eines Menschen schlägt? Eine Vorstellung, die für viele nach wie vor befremdlich ist, wurde dank einer speziellen Gentechnik für einen 57 Jahre alten US-Amerikaner jetzt zur Realität. Ein Herz aus Schwein? Was bedeutet das für unser Selbstbild? Und wie hat sich das Verhältnis zwischen Menschen und Schweinen in den vergangenen Jahrhunderten verändert? Das fragen wir den österreichischen Kulturwissenschaftler Thomas Macho.

Ausblicke 2022: Mithu Sanyal und Clemens Setz

Zum Jahresbeginn 2022 haben wir Künstler*innen aus den 3sat-Ländern gefragt, wie sie auf das neue Jahr blicken? Welche Wünsche, Hoffnungen und Sorgen haben sie? Welche Projekte, Pläne und Ideen möchten sie verwirklichen? Was ist möglich in Zeiten der Pandemie? Im dritten Teil der fünfteiligen Reihe kommen die beiden Schriftsteller*innen Mithu Sanyal und Clemens J. Setz zu Wort.

Kirill Serebrennikow in Hamburg

Der russische Film-, Opern- und Theaterregisseur Kirill Serebrennikov ist überraschend in Hamburg eingetroffen und hat seine Arbeit am Thalia-Theater aufgenommen. Noch im Sommer 2020 war er wegen "Veruntreuung" von Geldern zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe mit Ausreiseverbot aus Russland verurteilt worden, wie das Thalia-Theater mitteilte.
Serebrennikov hatte während seines Ausreiseverbots zahlreiche Inszenierungen per Zoom und Video in ganz Europa geleitet. "Es war wirklich eine Überraschung, sie kam von den Behörden, ich erhielt die Information um den Jahreswechsel herum, also war es eine Neujahrsüberraschung", sagt der Regisseur. "Danke dafür! Jetzt bin ich hier, und das ist ein sehr wichtiger Ort für mich: Das Thalia Theater mit seinen Profis aus Hamburg und aus Berlin, die haben das möglich gemacht, sie haben mich unterstützt und jetzt bin ich da, zusammen mit meinen Freunden und Co-Autoren. Wir bereiten die Premiere von 'Der scharze Mönch' vor, eine richtig große Sache." Die Premiere von Tschechows Erzählung "Der schwarze Mönch" am Thalia Theater mit russischen, deutschen, amerikanischen, armenischen und lettischen Künstlern soll am 22. Januar Premiere feiern.

Hanya Yanagiharas Roman "Zum Paradies" - Literaturgespräch mit Ursula März

Wie würde unsere Welt heute aussehen, hätten sich mit der US-amerikanischen Unabhängigkeit Toleranz und Gleichberechtigung durchgesetzt? Was, wenn schon im 18. Jahrhundert die Ehe für Homosexuelle möglich gewesen, die Sklaverei abgeschafft und das Wahlrecht für alle durchgesetzt worden wäre? Aus dieser Idee spinnt die Schriftstellerin Hanya Yanagihara ihren neuen Roman "Zum Paradies", der den letzten Teil einer dreiteiligen Romanreihe bildet, in der Familienverstrickungen und Liebesbeziehungen analysiert werden: Wie entscheidet sich der Verliebte, die Verlassene, der Erbe, der Mittellose? Immer wieder geht es um die Fallstricke der Vergangenheit, die das Morgen und seine globalen Herausforderungen mitentscheiden. Ein Buch über eine dystopische Zukunft, geprägt von Umweltkatastrophen, Pandemien und Totalitarismus. Wir sprechen mit der Literaturkritikerin Ursula März über das neue Werk der in New York lebenden Autorin.

In Erinnerung an Ali Mitgutsch

Ali Mitgutsch, der "Vater der Wimmelbücher", ist im Alter von 86 Jahren gestorben. Der gebürtige Münchner begann seine Karriere als Grafiker. 1968 erschien sein erstes Wimmelbuch "Rundherum in meiner Stadt". 1969 erhielt er dafür den Deutschen Jugendbuchpreis. Mehr als 70 Bücher, Poster und Puzzles erschienen mit seinen Figuren und Zeichnungen im unverwechselbaren Stil. Allein in Deutschland gingen über fünf Millionen Exemplare über die Ladentische, international kamen mehr als drei Millionen verkaufte Exemplare dazu.

Achtsamkeit - Was steckt dahinter?

Zwischen vollen Einkaufsläden, sich tummelnden Menschen und ständigem Zeitdruck: Unser Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung ist groß und wird immer größer. Viele schwören dabei auf Meditation und Achtsamkeit, um dem stressigen Alltag zu entkommen und sich selbst zu finden. Das Museum der Kulturen in Basel geht diesem Trend mit einer Buddha-Ausstellung nach und stellt darin die Vielfalt der buddhistischen Formen und Schulen dar. Wie hängen Buddhismus, Vergänglichkeit und Erleuchtung zusammen? Und wie kann uns Meditation zu mehr Achtsamkeit verhelfen?

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