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Kultur

"Kulturzeit" vom 11.10.2021

Die Themen der Sendung: Rücktritt von Kurz in Österreich - Gespräch mit Franzobel, Erinnern an das Attentat von Halle, Isarphilharmonie-Eröffnung, Ausstellung "Paula Modersohn-Becker" und Beethovens 10. von KI vollendet.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2021
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 06.02.2022

Die Themen der Sendung:

Rücktritt von Kanzler Kurz in Österreich – Gespräch mit Franzobel

Franzobel
Der Schriftsteller Franzobel
Quelle: ZDF

Drei Tage nach Bekanntwerden der Korruptionsvorwürfe in der "Inserate-Affäre" hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz die Konsequenzen gezogen und seinen Rücktritt erklärt. Er bleibt Chef der konservativen ÖVP und wird als Fraktionschef ins Parlament wechseln. Der bisherige Außenminister Alexander Schallenberg wurde von Bundespräsident Alexander Van der Bellen bereits als Nachfolger von Sebastian Kurz als Kanzler vereidigt. Die Hoffnungen auf Kurz waren zu Beginn seiner Amtszeit groß - auch im Ausland. Die "Inserate-Affäre" lastet schwer auf dem Image des smarten Jungpolitikers. Doch bedeutet sie auch sein politisches Ende? Wir sprechen mit dem österreichischen Schriftsteller Franzobel darüber.

Gedenken an das Attentat von Halle

Das Attentat auf die Synagoge von Halle und die Morde jähren sich zum zweiten Mal. Die Autorin Esther Dischereit, die auch Beobachterin im NSU-Prozess war, hat nun ein Buch herausgegeben, in welchem sie den Überlebenden des Attentats Stimme und Gehör verschafft. Während des Prozesses hatten sich viele Betroffene und deren Anwälte in bewegender Weise geäußert. Der Buchtitel "Hab keine Angst, erzähl alles!" geht auf eine über 90-jährige Holocaust-Überlebende, die Großmutter von Rabbinerin Rebecca Blady, zurück, die am 9. Oktober 2019 unter den Bedrohten in der Synagoge in Halle war. 

Eröffnung der Isarphilharmonie

Mit der Uraufführung der sinfonischen Dichtung "Arising Dances" von Thierry Escaich haben die Münchner Philharmoniker die Isarphilharmonie in München eröffnet. Musiker und Zuschauer sind begeistert von den akustischen Möglichkeiten des eigentlich provisorischen Konzertsaales. Der Starakustiker Yasuhisa Toyota, der zuvor die Hamburger Elbphilharmonie ‎gestaltete, konzipierte ihren Klangraum. In den kommenden Jahren wird das Haus den Münchner ‎Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks als Interimsspielstätte ‎dienen, solange der Gasteig saniert wird. Zu Beginn des Vorhabens hatten die bisherigen Nutzer ‎des Geländes große Sorgen, von dem Bau verdrängt zu werden. Doch die Architekten bauten sie ‎kurzerhand mit ein: und so steht an der Isar jetzt womöglich das erste Weltklasse-Konzerthaus ‎unmittelbar neben der Werkstatt eines Reifenhändlers, der sich auf die Eröffnung genauso freut wie ‎die Musiker.

Paula Modersohn-Becker in der Frankfurter Schirn

Nackte Jünglinge, schnappschussartige Landschaften, Goldfische im Glas: Verblüffend, dass solche Bilder von Paula Modersohn-Becker gemalt sind - jener Künstlerin, deren Mütter- und Kinderporträts wir von unzähligen Kalenderbildern kennen. Eine Retrospektive in der Kunsthalle Schirn in Frankfurt will jetzt aufräumen mit diesem Klischee und verspricht: Ein zweiter Blick lohnt sich. Nach ihrem frühen Tod mythisiert, dann von den Nazis als entartete Kunst verfemt und nach dem Krieg als Wegbereiterin der Moderne wiederentdeckt - wie ein Brennglas spiegelt ihr Werk immer auch die jeweilige Gesellschaft, die es betrachtet, wieder.

Beethovens 10. von KI vollendet

Jahrelang trainierten Informatiker, Komponisten, Musikwissenschaftler eine Maschine - fütterten sie mit den Werken Ludwig van Beethovens und mit Musiktheorie. Das Ziel: nicht nur komponieren, sondern fühlen wie Beethoven. Als Beethoven 1827 stirbt, hinterlässt er nur Fragmente seiner 10. Symphonie - keines länger als 30 Takte, bestenfalls eine Art Ideensammlung. Daraus hat ein Computer nun etwas Neues erschaffen, das dann vollendet wurde von menschlichen Komponisten. Was nun in Bonn aufgeführt wird, klingt zwar nach Beethoven, aber ist eben kein Beethoven. Das Publikum ist absolut gespalten. Auch die Macher selbst sehen den Wert ihrer KI-Symphonie durchaus kritisch. Es sei eher ein Experiment mit dem Ziel eine gesellschaftliche Debatte anzustoßen. Nicht alles, was unvollendet ist, muss also Vollendung finden - und im Falle des musikalischen Genies Beethoven stößt auch KI an ihre Grenzen.

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