An einer Meeresküste steht ein Grenzpfahl mit einem großen Schild, auf dem Insel Zmiinyi Ukraine steht, darüber ist das Wappen der Ukraine angebracht.

Kultur

Reihe: Grenzansichten - zwischen Krieg und Frieden

Krieg in Europa: Die Ukrainer und Ukrainerinnen verteidigen nicht nur ihr Land, sondern kämpfen auch für demokratische Werte. Die Nachbarstaaten bangen mit, zwischen Solidarität und eigener Kriegsangst. "Kulturzeit" fragt, was Menschen in den Anrainerstaaten der Ukraine fühlen. Künstler*innen geben Einblick in ihr Land, in Sorgen und Alltag an den Grenzen zwischen Krieg und Frieden.

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Polen

Die Reihe beginnt mit der polnischen Filmregisseurin und Präsidentin der Europäischen Filmakademie Agnieszka Holland. Sie überlässt ihre Wohnung vorübergehend einer ukrainischen Familie, fast alle ihre Bekannten haben jemanden bei sich aufgenommen. In ihren Filmen beschäftigt die mehrfach Oscarnominierte sich immer wieder mit historischen Stoffen, etwa in "Red Secrets" von 2019 mit dem gezielten Aushungern der Ukrainer durch Stalin. Darin zeichnet sie auch die Gleichgültigkeit des Westens nach. "Man sieht, dass sich die Mechanismen wiederholen. Der Opportunismus und die Feigheit von westlichen Staaten und das imperiale Bestreben der russischen Regierung", sagt Holland. Die Dreharbeiten fanden in der Ukraine statt, die Regisseurin ist in Kontakt mit den Kolleg*innen dort: "Wir versuchen, sie mit Material zu versorgen", sagt Holland. "Viele wollen dokumentieren, was gerade in der Ukraine passiert. Dazu brauchen sie Filmequipment, aber auch Dinge wie kugelsichere Westen oder Helme."

Finnland

Die finnisch-estnische Autorin Sofi Oksanen widmet sich in ihrem neuen Werk "Hundepark" dem Alltagsleben in der Ukraine kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.  Wir besuchen sie in Helsinki, wo sie sich Gedanken macht über die misslungenen Versuche Russlands, die Ukraine zu "finnlandisieren", sie mit Manipulation und Drohgebärden unterwürfig zu machen.

Slowakei

Schriftsteller und Journalist Michal Hvorecký beschäftigt sich in seinen Werken mit den antidemokratischen Entwicklungen in seinem Heimatland Slowakei. So widmet er sich in seinem neuen Buch "Tahiti Utopia" den wieder ausbreitenden nationalistischen Tendenzen. Wir besuchen Michal Hvorecký in Bratislava und sprechen mit ihm über die große Hilfsbereitschaft, aber auch über eine Tradition der Russlandfreundlichkeit in seinem Heimatland.

Georgien

Moldau

Im fünften Teil der Reihe sprechen wir mit Multimediakünstlerin und Sängerin Valeria Barbas über Krieg und Frieden, über ihr Engagement als Flüchtlingshelferin und Kunsttherapeutin für traumatisierte Kinder aus der Ukraine und über die Zukunft ihres Landes Moldau.

Rumänien

Im sechsten Teil der Reihe sprechen wir mit dem rumänischen Regisseur und Berlinale-Preisträger Radu Jude über die Lage in Rumänien, ein Nachbarland der Ukraine, das bisher viele Flüchtlinge aufgenommen hat.

Litauen

Im siebten Teil der Reihe sprechen wir mit dem litauischen Schriftsteller Marius Ivaškevičius. 1973 in Molėtai geboren, repräsentiert er eine junge Literatur, die sich unbedrängt von der Politik entwickeln konnte. Er gilt als einer der bedeutendsten Gegenwartsautoren Litauens und arbeitet auch als Journalist, Drehbuchautor, Dramatiker und Regisseur.

Norwegen

Im achtenTeil der Reihe sprechen wir mit Erika Fatland. Die 1983 geborene Schriftstellerin spricht acht Sprachen. Die kann die studierte Sozialanthropologin auch gut gebrauchen. Für ihr jüngstes Buch reiste sie einmal komplett um Russland herum, immer entlang der Außengrenze, 20.000 Kilometer weit, durch 14 Staaten. Sie begann die Reise in Nordkorea und reiste acht Monate lang an der Südgrenze zurück nach Norwegen. Dort bestieg sie ein Schiff und fuhr auf dem Meer an der Nordseite zurück bis Kap Deschnjow, dem östlichsten Punkt des eurasischen Kontinents.

Belarus

Im neunten Teil der Reihe sprechen wir mit der belarussischen Performance-Künstlerin, Regisseurin und Musikerin Palina Dabravolskaya, die 2020 aus Angst vor politischer Verfolgung mit ihrer Familie Belarus verließ und heute in Warschau lebt.

Estland

Im zehnten Teil der Reihe sprechen wir mit dem estnischen Dirgenten Paavo Järvi. Seine Mutter ist Russin - wie ein großer Teil der Bevölkerung des kleinen Estlands. Viele Esten haben Angst vor einer Invasion Russlands.

Es folgen weitere Stimmen.

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