Kultur

"Kulturzeit" vom 19.01.2023: Der Regierungsbunker - In den Tiefen der Geschichte

Die Themen der Sendung: Der Regierungsbunker als Kunstprojekt, Lehrermangel, 60 Jahre Elysée-Vertrag, Sternenhimmel, Spymonkeys Orpheus in der Unterwelt.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2023
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 19.02.2023

Die Themen der Sendung:

Kunst im Regierungsbunker - In den Tiefen der Geschichte

Der Regierungsbunker im Ahrtal war eines der geheimsten Bauwerke Deutschlands. Bereits 1950 begannen die Planungen dazu, Bundeskanzler Konrad Adenauer war von Anfang an eingeweiht. Mitten im Ahrtal sollte die Bundesregierung im Falle eines atomaren Krieges Schutz finden und die Geschäfte aufrecht erhalten. 936 Schlafräume, 897 Büroräume, Küchen, Sitzungsräume zeugten von der Utopie eines Überlebens in der Katastrophe. Zwischen 2001 und 2006 wurde der Bunker zurückgebaut, da man davon ausging, dass die Bedrohungen der Vergangenheit angehören. 18 Kilometer Stollen wurden entkernt, die Akten über das Was und Wie sind auf die nächsten 40 Jahre gesperrt. Bisher durfte auch noch niemand den Bunker nach dem "Rückbau" betreten.

Erstmals dürfen das nun Andreas Magdanz, der an der Hochschule in Hildesheim Fotografie lehrt, und seine Student*innen. Sie haben eigene Projekte entwickelt, setzen sich mit dem Bau und seiner Geschichte künstlerisch-experimentell, aber auch dokumentarisch auseinander. Und sie müssen aufpassen, denn es gibt kein Licht mehr in den Stollen, es gibt offene Aufzugschächte und noch mehr, das nicht nur geheimnisvoll, sondern auch gefährlich ist. Für Andreas Magdanz ist es eine Rückkehr an einen Ort, den er bereits selbst fotografisch erkundet hat. Seinerzeit stand noch alles, das Kanzlerbett, die Telefone aus den 1970er Jahren, die Kantine, all das dokumebntierte er in einem eindrucksvollen Buch, das jetzt wieder aufgelegt und um neue Bilder bereichert werden sollen. Das Ganze ist auch eine Auseinandersetzung mit einer Zeit, in der die Regierung wieder über Bunker spricht, derzeit eine Inventur darüber stattfindet, wieviele Bunker es in Deutschland derzeit gibt, ob wieder welche neu gebaut oder renoviert werden müssen.

Lehrermangel - Gespräch mit Andreas Schleicher, Bildungsforscher

Den Schulen mangelt es an Lehrkräften. Einer aktuellen Umfrage zufolge stellt fehlendes Personal die größte Herausforderung für die Schulleitungen dar. Besonders angespannt ist die Situation demnach an Schulen in sozialen Brennpunkten. Auch deutliche Lernrückstände bei Schülerinnen und Schülern werden angezeigt. Die Bildungsgewerkschaft GEW rief angesichts der Ergebnisse der Umfrage die "Alarmstufe dunkelrot" aus und forderte schnelle und nachhaltige Hilfen für die Schulen. Wir sprechen mit dem Bildungsforscher Andreas Schleicher darüber.

Ziemlich fremde Freunde - Schweigen zwischen Paris und Berlin

Vor 60 Jahren unterzeichneten Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Präsident Charles de Gaulle den Élysée-Vertrag. Aus verfeindeten Nachbarn sollten Freunde werden. Doch zuletzt knirschte es zwischen Paris und Berlin: Unstimmigkeiten in der Energie- und Rüstungspolitik, eine gemeinsame Kabinettssitzung wurde verschoben. Wie steht es also aktuell um das deutsch-französische Verhältnis?

Spymonkeys "Orpheus in der Unterwelt" an der Wiener Volksoper

Sie changieren zwischen Marx Brothers und Monty Python, Peter Sellars und Mr. Bean – die britisch-Schweizer-spanische Truppe Spymonkey hat mit ihrem "Physical Theatre" weltweit Erfolg. 1997 haben Toby Park, Petra Massey und Aitor Basauri ihr eigenwilliges Komödien- und Körpertheater im englischen Brighton gegründet und schon mit ihrer ersten Produktion rund um ein Bestattungsinstitut einen Hit gelandet. Die britische Presse jubelte über die vielschichtige Dynamik der "Hohepriester der Torheit". Seither versetzen sie zwischen London und Las Vegas, zwischen Amsterdam und Helsinki mit ihren Shows ihr Publikum in tränenreiche Glückseligkeit. Jetzt knöpfen sich Spymonkey den "Godfather der Operette" vor, hat sie doch die Volksopernchefin Lotte de Beer mit der Inszenierung von Jacques Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" beauftragt. Es ist ihre erste Arbeit an einem Opernhaus und scheint perfekt zu ihrer komödiantischen Handschrift zu passen.

Raoul Schrotts "Sternenhimmel"

Der Schriftsteller Raoul Schrott will für sein Mammut-Projekt "Sternenhimmel der Menschheit" nichts weniger als 17 Sternenhimmel rund um die Erde erforschen, Sternenbilder rekonstruieren und Sagen und Mythen dazu aufschreiben.

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