Kultur

David Cronenbergs "Crimes of the Future"

Kultregisseur David Cronenberg, der Meister morbider Körperlichkeit im Kino, kehrt zu seinen Anfängen zurück. Denn in "Crimes of the Future" geht es wieder um's Eingemachte: Um's Fleisch. In einer nicht so weit entfernten Zukunft, in der die Ökokrise sich zugespitzt hat, sind die Menschen einer Art beschleunigter Evolution unterworfen.

Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 10.02.2023

In Cronenbergs Worten: "Eigentlich geht es in all meinen Filmen immer ums Fleisch. Das Mantra dieses Films ist: Körper ist Wirklichkeit." Die Zukunftsvision des 79-jährigen Kanadiers ist auch dieses Mal wieder gewohnt düster: Der Körper als Schlachtfeld – oder auch als Schlachtfest.  

Viggo Mortensen spielt den gefeierten Performance-Künstler Saul Tenser, der sich in öffentlichen Operationen wuchernde Organe aus dem Körper schneiden lässt. Seine Assistentin spielt Léa Seydoux mit Domina-Flair. Sie veredelt die deformierten Organe mit Tattoos zu Kunstwerken. Schmerz war gestern. Besonders herausragend ist die Darstellung von Kristen Stewart als verhuschter Leiterin des "Amtes für neue Organe", die durch Sauls Performance zu neuem Leben erwacht. Denn Sexualität findet in Cronenbergs Dystopie nur noch durch Ritzen und Schlitzen, Skalpelle und Messer statt. "Crimes of the Future" ist ein lustvoller Blick in grotesken Bildern auf eine Welt, in der die Technologie jede Form von Menschsein eindrucksvoll in Frage stellt. Für Perfektionswahn, Organtransplantation und Selbstverletzung findet Cronenberg in seinem Scifi-Drama drastische Bilder. 

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