Kultur

"Kulturzeit" vom 09.07.2024: 75 Jahre Nato - Bündnis mit ungewisser Zukunft

Die Themen der Sendung: 75 Jahre Nato - Gespräch mit Sönke Neitzel, Aliens, Film "Love Lies Bleeding", Black Sea Lit, Rheingaumusikfestival,

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2024
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 07.09.2024

Die Themen der Sendung:

75 Jahre Nato - Gespräch mit Sönke Neitzel

Das Image der Nato glänzt. Einer aktuellen Umfrage der Friedrich Naumann Stiftung zufolge sehen 78 Prozent der deutschen Bevölkerung die Nato positiv. Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine kann das kollektive Verteidigungsbündnis Imagegewinne verbuchen. Doch auch andere Krisen lassen die Nato für die westliche Welt unverzichtbar erscheinen. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat den Frieden in Europa zerstört. Terrorismus stellt weiterhin eine globale Sicherheitsherausforderung dar. Konflikte und instabile Verhältnisse in Afrika und im Nahen Osten sind die unmittelbare Ursache für massive Migration und den Verlust von Menschenleben. Die Auswirkungen des Klimawandels, instabiler Institutionen, mangelnder Gesundheitsversorgung und Hunger in diesen Regionen können auch zum Wachstum terroristischer Gruppen führen.

75 Jahre hat das Bündnis überlebt - doch beim Jubiläums-Gipfel in Washington steht die Angst der 32 Mitgliedsstaaten im Vordergrund, dass Donald Trump die Wahl gewinnt und das Bündnis auseinanderbricht. Auf dem Gipfel in Washington ist allen klar: Die Nato ist überlebenswichtig für den Westen, um Werte zu verteidigen, die heute alles andere als selbstverständlich sind. Vielleicht erklärt gerade das, warum viele die Nato und ihr Waffenarsenal einfach nur noch "verdammt nice" finden. Wir sprechen mit dem Militärhistoriker Sönke Neitzel.

Aliens - völlig neue Erkenntnisse

Dass wir im Weltall nicht alleine sind, davon muss man stark ausgehen. Doch warum haben technisch und intellektuell überlegene Aliens uns noch nicht kontaktiert? Sind wir womöglich zu dumm, zu unterentwickelt und uninteressant? Die Astrophysikerin an der Cornell-Universität Lisa Kaltenegger stellt nicht nur diese Fragen, sie zeigt in ihrem Buch "Alien Earths" auch eine völlig neue Methode, wie man ferne Planeten mit potentiellem Leben ausfindig machen kann.

Film "Love Lies Bleeding"

Kristen Stewart spielt Lou, die in einem Kaff in New Mexico festsitzt, ihr Leben ist eine einzige Wiederholung. Lou arbeitet in einer Muckibude, das Setting macht von Anfang an klar: Hier ist viel überschüssiges Testosteron unterwegs. Auch in Gestalt von Lous Schwager JJ, der ihre Schwester regelmäßig krankenhausreif schlägt. Lou glaubt, sie müsse ihre Schwester beschützen und bleiben. Bis Jackie auftaucht, eine attraktive Bodybuilderin – es ist Liebe auf den ersten Blick. Jackie träumt von einem Bodybuilding-Wettbewerb in Las Vegas und zum ersten Mal in ihrem Leben träumt auch Lou und ahnt, dass das Leben noch mehr für sie bereit hält. Doch den beiden Frauen stellen sich jede Menge Hindernisse in den Weg – allen voran Lous Vater, ein brutaler Gangsterboss. Regisseurin Rose Glass' Film beginnt als zarte Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen und wandelt sich schon bald zu einem Horrorfilm in Tarantino-Manier, gewürzt mit viel Humor und Ironie. Es geht um weibliche Selbstbehauptung in einer Welt voll toxischer Männlichkeit. Und das ist mitreißend, immer wieder verstörend, auf jeden Fall aber erfrischend neu. Ein zarter Liebesfilm, ein wilder Horrorfilm, ein feministisches Statement, ein packender Thriller - all das ist "Love Lies Bleeding".

Black Sea Lit - Literatur-Residenz-Programm rund um das Schwarze Meer

Viele Länder in der Schwarzmeer-Region sind nach Jahrzehnten der Fremdbestimmung auf der Suche nach ihrer Identität, auch in der Kultur. Der Krieg in der Ukraine hat diesen Prozess beschleunigt und ihm eine gewisse Dringlichkeit verpasst. Denn nicht nur ein imperial agierendes Russland versetzt die jungen Demokratien am Schwarzen Meer in Angst. Armenien fürchtet nach dem Verlust von Bergkarabach zusätzliche Expansionen Aserbaidschans. Und in Georgien demonstrieren die Menschen gegen eine klientelistische Regierung und für Europa. Doch trotz einer gemeinsamen Vergangenheit wissen die Länder der Schwarzmeer-Region wenig voneinander und man kooperiert nur sporadisch.

Ein Projekt des Goethe-Instituts hat in den letzten zwei Jahren Schriftsteller und Poeten aus Armenien, Bulgarien, Rumänien, der Ukraine und Georgien zusammengebracht. In der Literatur-Residenz "Black Sea Lit - Geschichten vom Schwarzen Meer", haben sich die Autoren mehrfach getroffen. Sie haben jenseits der Heimat geschrieben, sich gegenseitig inspiriert, Hoffnung gegeben und diskutiert. Unter anderem, ob die Schwarzmeer-Region ein eigener kultureller Raum sein kann - jenseits von der Bi-Popalarität von Osten und Westen. Wir waren beim Abschluss des Projektes in Armenien dabei.

Rheingaumusikfestival

155 geplanten Konzerte an 24 Spielstätten beidseits des Rheins in Hessen und Rheinland-Pfalz bis zum 7. September: Es ist die 37. Festivalsaison in Schlössern, Kirchen, Weingütern und an anderen Orten. Erstmals gab es zwei Eröffnungskonzerte - mit unterschiedlichem Programm: Nach dem Auftakt im Kloster Eberbach erklang ein Konzert im Kurhaus Wiesbaden. Vier Fokus-Künstler sollen den "Sommer voller Musik" besonders prägen: der Geiger Christian Tetzlaff, die Cellistin Anastasia Kobekina, der Pianist Bruce Liu und die Jazz-Saxophonistin Candy Dulfer. Auch weltweit bedeutende Musikerinnen und Musiker, wie Starpianist Lang Lang stehen bei der 37. Festivalsaison auf der Bühne.

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