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Standbild: Sol y Sombra - Die zwei Gesichter Spaniens

Kultur

Sol y Sombra - Die zwei Gesichter Spaniens

Sol y Sombra - Sonne und Schatten sind - im übertragenen gleichermaßen wie im faktischen Sinn - prägende Phänomene des spanischen Wesens.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Unentwegt oszilliert das Land, seine Menschen, seine Kultur, zwischen Hell und Dunkel, Lust und Last, erstarrender Ruhe und überbordender Hektik, zwischen Tradition und Moderne. Betrachtet man die eine Seite, drängt sich sogleich auch ihr Gegenteil ins Bild.

Gustav Trampitsch hat mythologische, historische, aber auch unterhaltsame und rätselhafte Gegensätze des spanischen Wesens auf der iberischen Halbinsel gesucht und manche auch weit über Landes- und Kulturgrenzen hinweg gefunden.

Jahrtausendealte Stier-Rituale

Dazu gehören etwa die verblüffenden - über Jahrtausende erhalten gebliebenen - Ähnlichkeiten minoischer und iberischer Stier-Rituale. Ein Künstler, der vor rund einem halben Jahrtausend von Toledo aus die Kunst seiner Zeit maßgeblich beeinflusste, steckte mit seinen kulturellen Wurzeln tief im östlichen Mittelmeerraum, im byzantinischen Kulturkreis: Domenikos Theotokóupolus, genannt El Greco…

Stierkämpfer und ihr Erfolg bei Frauen

Blick auf einen Zeichenblock mit Feder und Tusche, im hintergrund das Innere einer Arena
Goya zeichnet in der Arena von Ronda (Spielszene)
Quelle: ORF/MR-Film/Gustav W. Trampitsch

Gerüchten zu Folge sollen siegreiche Toreros nach dem Kampf dazu neigen, die Aura ihres Heldentums zur Eroberung von weiblichen Fans einzusetzen. Nicht selten angeblich mit großem Erfolg. Darauf antwortet der Publizist und Stierkampfexperte Rafael Moreno:

"Nein. Dabei kann es sich nur um einen Reklame-Gag für den Tourismus handeln. Ein Torero, der eine Frau gewinnen will, tut so etwas nicht, vor allem aber will er unauffällig bleiben und noch dazu ist er meist sogar sehr romantisch. Etwas anderes ist es, wenn ein paar Personen aus dem Umfeld des Stierkampfs das Kostüm eines Toreros ausnutzen um …, naja eine solche Art von Geschäften zu machen. Aber ein Torero benutzt diese Tricks nicht, weil er das nicht braucht um eine Frau zu gewinnen. Toreros sind im Gegenteil im Umgang mit Frauen sehr galant und behutsam."

Pan de Cádiz

Marzipankonfekt mit kandierten Früchten
Pan de Càdiz
Quelle: ORF/MR-Film/Gustav W. Trampitsch

Historisch unterhaltsam auch die Anekdote, dass Cádiz während des napoleonischen Feldzuges seine Freiheit einem kraftspendenden Marzipanriegel verdanken soll - heute "Pan de Cádiz" genannt. Als die Lebensmittelvorräte der belagerten Stadt langsam zur Neige gingen, hatte ein Bäcker die rettende Idee. Er ließ seine wertvollen Mandelvorräte holen. In aller Eile wurden daraus kleine, aber nahrhafte Kuchen gebacken und an die Verteidiger so wie an Frauen und Kinder ausgeteilt. Dieser kulinarische Kraftakt reichte aus, damit die Franzosen die Geduld verloren und abzogen.

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