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Kultur

Pop und Psyche - Der neue Mut zur Schwäche

Lady Gaga spricht über ihre Depression und Billie Eilish drückt in drastischen Bildern ihre Angst aus. "Mental Health"-Probleme erobern expliziter denn je die Popwelt. Ist es gesund, offen zu sprechen? Oder besteht die Gefahr, dass sich junge Fans von düsteren Vorbildern hinabreißen lassen? Wann hört mutige Aufklärung auf und wo beginnt womöglich ein Wettbewerb um die heftigste Psycho-Story?

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 07.11.2021

Ein Film von Vera Drude

Spätestens seit dem Selbstmord des schwedischen DJ-Superstars Avicii im Jahr 2018 bekennen sich immer mehr Pop-Größen zu ihren Diagnosen. Einst tabuisierte Krankheiten werden klar benannt. Mit ungekannter Offenheit zeigen die Stars ihre dunkelsten Dämonen – nicht nur in ihrer Musik, sondern auch auf Social Media.

Mia Morgan singt in Studio
Mia Morgan

Die deutsche Sängerin Mia Morgan (26) spricht offen über ihre Borderline-Störung und erzählt, wie social media ihre zweimalige Magersucht geradezu verstärkt hat. „Das war krass, ich habe für diese Fotos, wo ich so dünn war, ganz viele Komplimente bekommen.“ Jetzt ist sie dankbar für Vorbilder wie die 19-jährige Billie Eilish: „Sie bricht mit total vielen Stereotypen. Sie ist die Art von weiblicher Popstar, der mir vielleicht in der Jugend ein bisschen gefehlt hat.“

Mia Morgan produziert Podcast
Podcast Mental Mall

Seit Anfang 2020 gibt es in Deutschland den Verband „Mental Health in Music“, der Hilfe für betroffene Musiker*innen anbietet. „Musik ist ein freies Feld, das soll auch so bleiben. Aber Studien zeigen, dass es vielen Musiker*innen nicht gut geht“, erklärt die Mitgründerin und Therapeutin Anne Löhr. Oft ist die eigene Kunst ein Ventil für die Emotionen. Doch wie verhindert man, dass Popstars dann durch Rampenlicht und harten Erwartungsdruck nicht brechen wie Avicii?

Die Sängerin Keke
KeKe

„Über ein Jahr hatte ich so Angst vor dem Schlafengehen, weil ich halt wirklich glaubte, ich werde am nächsten Tag nicht aufstehen,“ sagt die österreichische Rapperin KeKe. Sie singt über den "ständigen Kampf mit der Angst". Doch in Gesprächen ist sie vorsichtiger geworden: "Über gewisse Dinge zu reden, hat mich eigentlich oft retraumatisiert. Also gewisse Dinge lasse ich nur noch in Spaces raus, wo ich mich safe fühle!”

Der Musikkritiker Jeremy Allen mit einer Nirvana-Platte
Jeremy Allen

Zu Wort kommen im Film außerdem die Sängerinnen Dillon, Lady Gaga, Billie Eilish und ihre Fans, sowie der amerikanische Sänger und studierte Psychologe Aloe Blacc, der US-Sänger und Hitschreiber LAUV sowie der britische Musikkritiker Jeremy Allen.

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