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Burg im Schnee

Kultur

My Home is my Castle - Bewohnte Burgen in Nord- und Südtirol

Die einen träumen davon, einmal in einem eleganten Schloss oder in einer mittelalterlichen Burg zu leben, die anderen stöhnen, weil sie die schwer zu heizenden Gemächer erhalten müssen.

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Wie lebt es sich in Burgen und Schlössern voll von prachtvollen Möbeln und umgeben von wertvollen Wandmalereien und immer unter dem strengen Blick der Denkmalpfleger? Ist das feudaler Luxus oder sind die alten Steine eine enorme Belastung?

Schlafgemach
Schloss Enn bei Montan, in dieser Kammer schlief einst Kaiser Maximilian.
Quelle: ORF/Landesstudio Tirol

In dem Film von Teresa Andreae öffnen alteingesessene Grafen und neue Schlossherren in Nord- und Südtirol ihre noch nie gefilmten Privatgemächer und zeigen, wie sich das Leben in den prunkvollen Räumen abspielt.

Der venezianische Graf Ernesto Rubin de Cervin Albrizzi lebt zum Beispiel im Sommer auf Schloss Enn in Montan bei Bozen und im Winter in einem seiner Palazzi in Venedig.
Sein Schloss verschließt der bescheidene, elegante Musiker vor Schaulustigen, er komponiert unter gotischen Gewölben und schläft in einem Saal, in dem schon Kaiser Maximilian genächtigt hat.

Vater und Tochter beim Schachspiel
Schloss Tratzberg, Ulrich Graf Goess Enzenberg beim Schachspielen mit seiner Tochter
Quelle: ORF/Landesstudio Tirol

Ulrich Graf Goess Enzenberg vermarktet dagegen sein Schloss Tratzberg als touristische Attraktion.

Überspitzt formuliert hat er aus dem Renaissanceschloss ein "historisches Disneyland" mit Bummelzug und sprechendem Ritter in der Rüstkammer gemacht. Nur so kann er die enormen Erhaltungskosten für das kostbarste Wohnschloss Nordtirols aufbringen.

Sein Wunsch wäre es, dass eine seiner Töchter einmal sein Erbe antritt.

Junge im Kinderstuhl im Kaminzimmer
Der zukünftige Burgherr von Wangen-Bellermont im Sarntal
Quelle: ORF/Landesstudio Tirol

Jakob Graf Brandis will nicht, dass die alten Steine seine Nachkommen belasten. Die Leonburg bei Lana in der Nähe von Meran (Bild ganz oben) ist seit mehr als 900 Jahren in Familienbesitz. Vor zwölf Jahren hat er sich entschieden, diese wertvolle Bausubstanz wieder bewohnbar zu machen. Er ist einer der wenigen, der das ganze Jahr - auch im Winter - auf der Burg wohnt und zwar in Sälen, die nicht wärmer werden als 18 Grad.
Die einen erben Burgen, die anderen kaufen sie. Architekt Werner Tscholl hat sich einen Kindheitstraum erfüllt, einen mittelalterlichen Turm im Vinschgau erworben und für sich adaptiert. In den 21 Meter hohen Turm hat er von oben eine moderne Stahlkonstruktion hinein gesetzt, die das denkmalgeschützte Gemäuer nicht beschädigt.

Paar beim Essen im Burgsaal
Graf und Gräfin (Cecily und Johannes) Trapp beim Speisen auf der Churburg.
Quelle: ORF/Landesstudio Tirol

Auch der angesehene Neurologe Professor Leopold Saltuari hat eine Burg gekauft. Wangen-Bellermont am Eingang zum Sarntal ist von üppigen Weinbergen umgeben, in denen der Burgherr höchst persönlich Trauben erntet.

Johannes Graf Trapp betrachtet sich nicht als Besitzer, sondern bescheiden als "lebenslanger Verwalter" der Churburg, einer der prachtvollsten Beispiele einer Wohnburg heute.

Der Film von Teresa Andreae zeigt originelle Burgbewohner und kunsthistorische Kostbarkeiten gespickt mit einer Prise Voyeurismus.

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