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Die Kenianerin bei einer Schauspielübung

Kultur

Mercy - Ein modernes Märchen

Die 28-jährige Mercy Dorcas Otieno aus Kenia ist die erste afrikanische Studentin am Wiener Max Reinhardt Seminar. 2013 schaffte sie unter 500 Bewerber/innen die Aufnahmeprüfung.

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Florian Gebauer und Jennifer Rezny haben die junge Frau bei der Aufnahmeprüfung, in ihren Ausbildungsjahren an der populären Kunstuniversität und privat begleitet.

Ihr Weg war nicht leicht: Ihren leiblichen Vater lernt sie nie kennen, ihre biologische Mutter kann nicht für sie sorgen. Sie wächst bei ihrer Großmutter in Nairobi auf. Mit 19 Jahren kommt sie als Au-Pair-Mädchen nach Europa. In der Fremde angekommen, erlebt sie zunächst in Deutschland einige Rückschläge: Vorurteile gegenüber ihrer Herkunft, Geldnöte, Bangen um Visa-Verlängerungen, erfolglose Unterkunftssuche.

Der Traum von der großen Bühne

Mehrere Schauspielschüler tanzen eine Polonaise und fassen sich dabei an den Ohren
Mercy Dorcas im Kreis ihrer Mitschüler
Quelle: ORF/Langbein & Partner

Doch die junge Frau geht unbeirrt ihren Weg und verfolgt ihren Traum: eines Tages auf einer großen Bühne zu stehen. 2007 findet sie einen Platz bei einer österreichischen Gastfamilie in der Steiermark, bei der sie sich gut aufgehoben fühlt und ein Jahr lang bleibt. Mit 25 zieht sie nach Graz, um sich an der Universität im Fach Soziologie einzuschreiben, jobbt nebenher unter anderem als Putzfrau und macht erste, unentgeltliche Bühnenerfahrungen am Schauspielhaus Graz. Dann bewirbt sie sich 2013 am Wiener Max Reinhardt Seminar - und wird unter Hunderten Bewerber/innen ausgewählt. Mercy von ihrem Weg, aber auch von ihrer besonderen Karriere, überzeugt: "Ich will eine Geschichte erzählen. Aber auch den Menschen Mut machen."

Der Applaus ist ihr Dank

Portrait der Kenianerin.
Eine junge Frau sucht ihren ganz persönlichen Weg!
Quelle: ORF/Langbein & Partner

Wird sie es schaffen? Wie überwindet Mercy, die fließend vier Sprachen spricht, die Schwierigkeiten mit dem Burgtheater-Deutsch? Wie wird sie mit dem oft gnadenlosen Wettbewerb im Schauspiel-Gewerbe umgehen?

"Den Applaus als Dank zu bekommen", resümiert sie über ihre ersten Auftritte am Theater, "das ist einfach das schönste Gefühl, was ich bis dato erfahren hab im Leben." Davon wird es bald mehr geben: Im Juni 2017 beendete sie ihre Ausbildung und hat auch bereits erste Engagements.

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