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Kultur

Liselotte Pulver - eine Hommage

Sei es als Vreneli, Piroschka, in Hollywoodproduktionen, Buchautorin oder unzähligen Auftritten am Bildschirm: Liselotte Pulver begeistert das Publikum bis heute. In dieser Hommage lassen wir die Höhepunkte ihrer Karriere nochmals Revue passieren.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 13.11.2019

Die junge Liselotte Pulver wollte unbedingt eine grosse Tragödin am Schauspielhaus werden. Ende der 40er Jahre spielte sie Rollen in Shakespeare, Brecht und Goethe-Stücken, als sie von deutschen Filmproduzenten entdeckt wurde.

Sie gaben ihr gleich die Hauptrolle: In "Föhn" trat sie an der Seite von Hans Albers und Heinrich Gretler vor die Kamera. Liselotte Pulver legte eine beispiellose Blitzkarriere im deutschen Nachkriegskino hin, wo sie dank ihrer optimistischen Leinwandpräsenz bald zu den grössten Stars gehörte. In den 50er und frühen 60er Jahren drehte sie einen Kassenschlager nach dem anderen. Meistens in Komödien, wechselweise adrett oder burschikos: Etwa in der "Zürcher Verlobung", "Wirtshaus im Spessart", "Buddenbrooks" oder "Kohlhiesels Töchter".

Doch ausgerechnet von ihrer bekanntesten Rolle in Deutschland wollte Liselotte Pulver anfangs nichts wissen: Es brauchte viel Überredungskunst seitens Produzenten, damit die Schauspielerin in "Ich denke oft an Piroschka" mitwirkte.

Auch international erregte Liselotte Pulver Aufsehen. In französischen oder US-amerikanischen Produktionen zeigte sie sich in ihrer ganzen Vielseitigkeit: Jacques Rivette engagierte sie für den Arthousefilm "La Religieuse". Gleich in zwei Produktionen glänzte sie an der Seite vom französischen Kinosuperstar Jean Gabin.

Auch Hollywood klopfte an. Melodrama-Spezialist setzte für "A Time to Love and a time to die" auf die Pulver, Billy Wilder castetet sie als spektakuläre Monroe-Parodie in 1, 2, 3. Doch trotz "Golden Globe"-Nominierung für "A Global Affair": Der grosse Durchbruch in Hollywood blieb aus.

Ihre liebste Rolle für die Schweizer spielte sie in "Uli der Knecht" und "Uli der Pächter". Als Vreneli sorgte sie für Glamour auf helvetischen Leinwänden. Für Liselotte Pulver gingen mit diesem Part ein Traum in Erfüllung: War sie im deutschen Kino eher für leichtgewichtige Komödien bekannt, kriegte sie in den Gotthelf-Adaptationen endlich die ersehnte dramatische Rolle.

Ende 60er Jahre blieben die grossen Kinoerfolg mehr und mehr aus. Dafür brachte Liselotte Pulver nun ihre Professionalität und Engagement in Theatertourneen (auch mit ihrem Mann Helmut Schmid) und bei unzähligen Bildschirmauftritten ein. Dank der "Sesamstrasse" wurde sie so auch bei einer jüngeren Generation zum Begriff. Und schliesslich wurde die Bernerin mit Preisen und Auszeichnungen überhäuft: Sie ist unter anderem Trägerin des Bundesverdienstkreuzes, gewann siebenmal den Bambi und den Swiss Award für ihr Lebenswerk.

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