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Standbild: Der Atem des Pan - Von der Sinnlichkeit der einfachen Speisen

Kultur

Der Atem des Pan - Von der Sinnlichkeit der einfachen Speisen

In sehr fernen Tagen, als die Götter sich noch unter die Menschen mischten, war Pan bei den Griechen für erdverbundene und genussvolle Gemütlichkeit zuständig. Sein Atem hauchte auch den einfachsten Gerichten Sinnlichkeit ein.

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Der stets zu Späßen aufgelegte Kerl Pan liebte gediegenes Essen, er war sozusagen der antike Schutzpatron der "Slow-Food"-Bewegung.

Gustav W. Trampitsch spürt in dem Film einigen Grundelementen dieser kulinarischen Sinnlichkeit nach: Brot, Tomaten, Olivenöl, Pasta... Rund ums Mittelmeer stößt er dabei auf den Zusammenhang von Helden, Kult und Küche, wie Lebensmittel mit unseren Mythen zusammenhängen, wie sie gleichzeitig als Opfergabe und Aphrodisiakum wirken, wie Einfaches der Vollendung nahekommen kann.

Die Baguettes der Pharaonen, gegrillter Oktopus als antikes Fastfood, Olivenöl als Aphrodisiakum, handgemachte Hartweizen-Fusili aus Kampanien oder "Spaghetti frutti di mare" an der Schnittstelle von Erdenschwere und Elysium… Das alles gilt Kennern geradezu als Ideal einer kulinarischen Paradiesvorstellung. Die Italiener haben einen trefflichen Begriff dafür, der jedoch leicht in die Irre führt: "cucina povera" - arme Küche.

Zur Geschichte der Pasta

Es ist durchaus möglich, dass Marco Polo bei seinen Fernost-Expeditionen Nudelspeisen gesehen und gegessen haben mag. In seiner italienischen Heimat sind sie mit Sicherheit ohne seine Anregungen, vielleicht aber unter arabischen Einflüssen entstanden. Die Wiege der Pasta secco, wie sie die Welt heute kennt, stand vor Jahrhunderten in Gragnano, einer Kleinstadt in der Region Neapel.

Luca de Luca, Chef einer der heute in Gragnano führenden Pasta-Produzenten, über die natürliche Eignung der Stadt zur Pasta-Produktion:

"Aus geografischer Sicht ist Gragnano der perfekte Ort, um Pasta zu produzieren. Einmal, weil der nahe Hafen die Weizenlieferungen erleichtert und umgekehrt wiederum von hier aus unsere Produkte leicht verschickt werden können. Die wichtigsten Faktoren aber waren immer schon unser Quellwasser, das aus den nahen Bergen kommt und natürlich der Wind, der vom Meer kommt. Das Wasser hat den richtigen Härtegrad und der Wind ist ebenfalls ideal.
Gragnano wird daher zu Recht als der Geburtsort der Pasta bezeichnet. Seinerzeit, als die Industrialisierung gerade begann, hat die Stadtverwaltung etwas sehr Kluges getan: die Hauptstraßen wurden nach der Windrichtung vom Meer her ausgerichtet. So waren alle, die am Corso, der Hauptstraße von Gragnano Pasta herstellten, in der Lage, diese im Freien zu trocknen."

Beginn der kulturellen Entwicklung

Mit dem Feuer des Prometheus wurden aus der ursprünglichen Beute erste Speisen, begann sich die Nahrungsaufnahme vom reinen Selbsterhaltungstrieb zu emanzipieren. Als Düfte über Feuerstellen und aus Kesseln emporstiegen, nahm unsere kulturelle Entwicklung ihren Lauf. Alsbald setzten wir Phantasie und Geschick zur Herstellung von Nahrungsmitteln ein. Demeter, Hera und Hestia werden zufrieden gelächelt haben.

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