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Kultur

Generationen-Wende

Dreißig Jahre nach dem Mauerfall scheint der Prozess der Wiedervereinigung noch längst nicht abgeschlossen. Dabei erleben Jung und Alt die vereinte Republik genauso unterschiedlich, wie Ost und West.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2019
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 28.09.2021

Wie können wir eine gemeinsame Geschichtserzählung finden, in der nicht der „Osten“ der Problemfall ist und der „Westen“ der Feind? 

Welche Brüche erlebten die verschiedenen Generationen? Warum identifizieren sich auch junge Menschen heute noch als „ostdeutsch“? Der Fall der Mauer hat auch die alte Bundesrepublik verändert - heute spüren viele erst, wie tief diese Veränderung geht.

Die Autorinnen Sabine Jainski und Ilona Kalmbach machen sich auf die Suche nach neuen Erzählungen über (Ost-)Deutschland - in verschiedenen Generationen. Sie porträtieren zivilgesellschaftliche Initiativen, die den Dialog in unserer gespaltenen Gesellschaft wieder in Gang bringen. Mit Kunstprojekten wie dem „Palast der Republik“ (Berliner Festspiele) wird der Stolz auf die friedliche Revolution und den Sturz des DDR-Regimes wieder wachgerufen - und die Erfahrungen für heute nutzbar gemacht. Sie sprechen mit der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern Manuela Schwesig, mit der Linken-Vorsitzenden Katja Kipping und dem Ostbeauftragten für die neuen Länder, Christian Hirte (CDU). Mit Autoren wie Jana Simon ("Unter Druck") und Ingo Schulze („Peter Holtz“), Musikern wie Sebastian Krumbiegel von den "Prinzen", den Fotografen Sven Johne und Falk Haberkorn, dem Historiker Marcus Böick („Die Treuhand“) und der Soziologin und ehemaligen Bürgerrechtlerin Kathrin Mahler-Walther. Die Schauspielerin Katrin Saß („Goodbye Lenin“) erzählt über ihr Leben und die spannenden Frauenfiguren, die sie damals und heute verkörperte. Die junge Poetry-Slammerin Bonny Lycen berichtet über die Emanzipation von drei Frauengenerationen in ihrer Familie - und erinnert damit an manche Errungenschaften im Osten, die Deutschland heute gut gebrauchen kann. Zugleich erinnern Schriftstellerinnen wie Ines Geipel ("Umkämpfte Zone“) daran, wie notwendig es ist, die Erfahrungen der Diktaturen in Deutschland aufzuarbeiten, um Wut und Gewalt zu begegnen. 

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