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Kultur

Die empörte Republik

Wo entstehen die Debatten von heute? Wer sind die Vordenker und Meinungsführer? Es hat sich viel gewandelt in den letzten Jahren im öffentlichen Diskurs.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2019
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 12.09.2020

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, begibt sich der Verleger und Journalist Jakob Augstein auf eine filmessayistische Reise durch die Republik.

Er begegnet dabei Publizisten alter Schule, wie Stefan Aust und Jan Fleischhauer. Sie kennen die Zeit der alten Debatten noch, in der einige wenige die Diskursherrschaft innehatten. Der langjährige Spiegel-Chefredakteur Aust blickt im Gespräch mit Jakob Augstein zurück: „Es ist zweifellos der Fall, dass die Debatten früher eleganter geführt wurden als heute. Das ist ja auch der Nachteil der Demokratie. Jeder Idiot darf wählen und jeder Idiot darf im Zweifel auch gewählt werden. Warum sollte dann nicht auch jeder Idiot im Internet seine Meinung veröffentlichen dürfen?“

Nur was folgt aus dieser Analyse? Braucht es eine Neuordnung des Diskurses? Jan Fleischhauer attestiert der heutigen Zeit etwas Sektiererisches, „das vor allem von der Linken ausgeht“. Werden die akzeptierten Meinungskorridore immer enger – und falls ja, woran liegt das?

Welche Rolle spielen heute Google und Co in der Debattenkultur

Beim Besuch des Google-Büros in Berlin fragt Jakob Augstein im Gespräch mit NewsLab-Chefin Isabelle Sonnenfeld nach der Verantwortung der großen Tech-Konzerne: Beeinflussen Google, Facebook & Co. nicht mittlerweile unsere gesellschaftlichen Debatten? Was es bedeutet, wenn eine Debatte im Netz entsteht, dort befeuert und begleitet wird, hat die ehemalige Europaabgeordnete Julia Reda im Rahmen des Urheberrechts-Streits erfahren. Beim Besuch in Brüssel berichtet sie Jakob Augstein, welche Vor- und Nachteile Onlinekommunikation aus ihrer Sicht hat.

In Ihrem Film spüren Jakob Augstein und Tim Klimeš (Regie) den Gründen für die zunehmende Polarisierung unseres Diskurses nach, analysieren die Möglichkeiten und Fallstricke der neuen Debatten-Architektur und sprechen auch über Phänomene wie das Rezo-Video oder die Fridays For Future-Bewegung  – und über die Folgen für unsere Demokratie.

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