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Kultur

Kaminer Inside: Schweiz - Auf der Suche nach dem Heimatgefühl

Die Schweizer, ein jodelndes Alpenvölkchen mit versteckten Bankkonti, denkt sich Wladimir Kaminer. Doch wer fühlt sich abseits dieser Klischees in der Schweiz wirklich heimisch? Eine etwas schräge Annäherung an das kleinste 3sat-Land.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 19.08.2020

Wladimir Kaminers Reise beginnt nicht in der Schweiz, sondern in seiner Wahl-Heimat Berlin. Die dort wohnhafte Schweizer Schauspielerin Ursina Lardi gibt ihm einen Crash-Kurs in allen vier Landessprachen. Wladimir fühlt sich gut gewappnet und besucht als erstes den berühmtesten und zugleich schweigsamsten aller Schweizer: den Emmentaler-Käse. In dessen Heimatregion, dem Emmental, tüftelt der Hobby-Käser Beat Wampfler an nichts Geringerem als an einer Innovation des Käsemachens. Er beschallt Käse mit Musik und erzielt damit erstaunliche Resultate. Wladimir schnappt sich ein Stück Hip-Hop-Käse und besucht anschliessend den Schweizer Rapper Marash Pulaj. Seit seiner Jugend rappt Marash über seine Identität als Secondo und über seine Eltern, die wegen der Jugoslawienkriege in die Schweiz flüchteten und hier eine neue Heimat suchen mussten.

In der Schweiz eine neue Heimat gefunden, das hat die gebürtige Kenianerin Yvonne Apyio Brändle-Amolo. Ausgerechnet in Appenzell-Innerrhoden, einem der konservativsten Kantone der Schweiz, lernte sie jodeln und fand Freunde. Heute kämpft die Politikerin und Künstlerin gegen Rassismus und Vorurteile. Schweizer Folklore liebt sie noch immer und so nimmt sie Kaminer mit an ein Schwingfest. Schwingen, das ist eine etwas archaische Art des Ringens und Schweizer Nationalsport. Stämmige Männer und Frauen versuchen, sich in Sägemehlkreisen auf den Rücken zu legen. Von Sonia Kälin, der vierfachen Schwingerkönigin, lässt sich Wladimir das Schwingen vordemonstrieren, bevor er selber in den Ring steigen muss – Muskelkater garantiert.

Im traditionsreichen und berüchtigten Café Odeon in Zürich, wo einst die intellektuelle Elite Europas verkehrte, trifft Kaminer ausserdem den Journalisten und ehemaligen ZEIT-Chefredakteur Roger de Weck. Die Schweiz, ein so modernes und zugleich so traditionelles Land, was hält sie eigentlich zusammen? Zum Schluss kann Wladimir noch seine in Berling erworbenen Fremdsprachenkenntnisse unter Beweis stellen. Die Olivenbäuerin Claudia Knapp lädt ihn ins hinterste Tal des Engadins auf ein Abendessen ein. Am Tisch sitzen Gäste aus allen Sprachregionen. Es wird wild durcheinander gesprochen, getrunken und gelacht und Wladimir Kaminer kommt zu einer überraschenden Erkenntnis.

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