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Charles Castronovo (Gabriele Adorno), Luca Salsi (Simon Boccanegra), René Pape (Jacopo Fiesco), Marina Rebeka (Amelia Grimaldi).

Kultur

Simon Boccanegra

Düstere Stimmung, politische Machtkämpfe, familiäre Dramen, das ist die Oper Simon Boccanegra von Verdi. Giuseppe Verdi schrieb selbst über seine Oper: "Das Stück ist düster, weil es düster sein muss, aber es ist fesselnd."

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Verdis Simon Boccanegra gilt unter Kennern als Geheimtipp mit beklemmender Aktualität: Männer machen Geschichte und Frauen sind die Opfer. Bei der Uraufführung in Venedig erlebte das Werk 1857 ein Fiasko. Nach einer umfassenden Überarbeitung erfolgte eine Wiederaufführung am 24. März 1881 im Teatro alla Scala in Mailand, die großen Beifall fand.

Blick auf die Stadt Salzburg
Blick auf die Stadt Salzburg
Quelle: ORF/Roman Zach-Kiesling

Die Oper wird heute meist in dieser überarbeiteten zweiten Fassung aufgeführt. Dramaturgie und Musik sind geprägt durch diese Zeitdifferenz, der Bruch ist deutlich hörbar. Simon Boccanegra beeindruckt durch die seelentiefe Zeichnung der Figuren und eine musikalische Grundfarbe, die von Schmerz, Schwermut und Verlust erfüllt ist. Das Gefühl des Verlustes fasst Fiesco am Ende dieses Theaters des Todes in Worte: "Jede irdische Freude ist trügerischer Zauber."
Bei den Salzburger Festspielen 2019 inszenierte Andreas Kriegenburg Verdis Oper neu.
Unter der Leitung des russischen Stardirigents Valery Gergiev spielen die Wiener Philharmoniker.

Handlung:

Wer sich auf die komplizierte Handlung mit ihren schicksalhaften Verkettungen und zwanghaften Wiederholungen einlässt, begegnet einem fatalistischen Geschichtsdrama von beklemmender Aktualität: Männer machen Geschichte und Frauen sind die Opfer. Die historischen Ereignisse um die bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen zur Mitte des 14. Jahrhunderts in Genua sind aber nur die Folie für ein Drama um Liebe, Schuld und Sühne. Privates und öffentliches Leben durchdringen sich, keines existiert losgelöst vom anderen.

Paolo, der Anführer der Volkspartei, will mit der Wahl des populären Korsaren Simon Boccanegra zum Dogen die Macht des Adels brechen. Simone lehnt zunächst ab. Aber Paolo kennt seine verwundbare Stelle: Maria, seine Geliebte und die Mutter seiner Tochter. Für sein privates Glück lässt Boccanegra sich erpressen und setzt sich selbst als Pfand, um schließlich genau dieses Glück zu verlieren. Denn die von ihrem Vater Jacopo Fiesco gefangen gehaltene Maria stirbt, während die Tochter spurlos verschwindet. Was Simone bleibt, ist das Amt des Dogen, dessen Macht er fortan im Dienst der Versöhnung zwischen den verfeindeten Parteien ausübt. 25 Jahre verstreichen, bis er die verloren geglaubte Tochter in Amelia Grimaldi durch Zufall wiederfindet. Doch das Schicksal wiederholt sich: Amelia liebt den mit seinem Todfeind Fiesco verbundenen Adligen Gabriele Adorno. Paolo, der selbst ein Auge auf Amelia geworfen hat, rächt sich und vergiftet Simone. (Quelle: Salzburger Festspiele)

  • : Valery Gergiev (Nahaufnahme)

    Musikalische Leitung

  • Luca Salsi (Nahaufnahme)

    Simon Boccanegra

  • Marina Rebeka (Nahaufnahme)

    Amelia Grimaldi

  • René Pape (Nahaufnahme)

    Jacopo Fiesco

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