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Kultur

Siebenbürgen - aus der Reihe "Der Geschmack Europas"

In dieser Folge der Kulinarikreihe begleiten wir Lojze Wieser durch die Landschaften und Küchen Siebenbürgens. Hier treffen besonders viele Kulturen aufeinander.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 31.12.2020

Die rumänische, die sächsisch-deutsche, die österreichisch-landlerische und die szekler-ungarische Kultur treffen hier seit Jahrhunderten - oft sich reibend - aufeinander.

Präsentator Lojze Wieser.
Hier wird Eintopf ganz traditionell auf einem Holzfeuer gegart.
Quelle: ORF/WDW Film/Florian Gebauer.

Heute begegnen sie sich in kulinarischer Hinsicht - eine friedliche Koexistenz von Speisen und Geschmäckern, wie sie in der Gegend um Hermannstadt, Sibiu, Nagyszeben spürbar wird.

Die verschiedenen Volksgruppen brachten ihre Kochtraditionen mit, die in ständigem Wandel und mit Anpassungen in Notzeiten bis heute überlebt haben. Geschmäcker der Vergangenheit und neue Zutaten, wie die in Siebenbürgen wiederentdeckte Sommer- und Winter-Trüffel, wecken die Lust, in die Region zu reisen und sich vor Ort auf neue Kocherfahrungen einzulassen.

Siebenbürgen in Rumänien ist ein Land der Vielfalt und der Minderheiten. Die Ungarn haben die Paprika eingebracht, die Landler die Süßspeisen und die Sachsen Wein und die reichhaltigen Mehlsuppe. Ihren Namen bekamen sie wohl von Saxones, nach dem lateinischen Stereotyp jener Zeit für Siedler aus dem Westen.

Ein Land, dass Fröhlichkeit und Zuversicht verbreitet, das Innenhöfe öffnet und die Seelen; ein Land, dass ein Gefühl des Heimkommens und des Willkommenseins verbreitet; ein Land, dass immer wieder, trotz aller Wunden, zu sich kommt und die Zeit nicht allzulange mit dem Wundenlecken verbringt, auch wenn sich Kerben in die Seele kratzen. Ein Land, dass nach vorwärts schaut, dass nicht aufgibt, sich aber auch nicht offen dem Vergangenen stellt, wohl auch, weil der tieferliegende Schmerz viel schmerzhafter ist, als man es nach außen zeigt. Und ein Land, in dem Kulturen und Sprache lernen, wie Sprachen ohne Territorium überleben.

Zum Nachkochen:

Schweineschwartensuppe (Ciorba de soric de porc)

Rezept der Familie Stoenescu Corina u. Radu, Hermannstadt, Siebenbürgen

Ein halbes Kilo Schweineschwarte wird zehn Minuten mit Lusstock/Liebstöckl/Maggikraut gekocht, das Wasser dann weggegossen, dann wieder mit Liebstöckl und Salz gekocht, bis die Schwarte, wenn man sie aus dem Topf hebt, von der Gabel fällt.
Extra Wurzelsuppe kochen, beide Suppen vermengen, ergibt ca. 8 Liter; einen halben Liter 15-prozentigem sauren Rahm und acht Eidotter verrühren und löffelweise in die Suppe einrühren. Nicht mehr kochen, die Hälfte des Gemüses passieren und zur Suppe beifügen (je 3 Zwiebel, Karotten, Sellerieknollen, Selleriegrün, viel Liebstöckl, Pastinacken, Knoblauch, eine scharfe Pfefferoni, Salz, eine geriebene Karotte andünsten und der Suppe beifügen, gibt Farbe!)
Gekochte Schwarte in 4 bis 5 cm lang, halben Zentimeter dicke Streifen schneiden, in die Suppe fügen. Mit gehacktem Liebstöckel, frisch geriebenem Kren und Knoblauchmayonaise verfeinern.
Dazu einen frischen Pfefferoni beißen.

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