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Polnische Landschaft bei Istebna

Kultur

Schlesien - aus der Reihe "Der Geschmack Europas"

Seine Suche nach dem Geschmack Europas führt Präsentator Lojze Wieser gleich in zwei Länder - nach Polen und Tschechien, wo er grenzüberschreitend die Geschichte und Kulinarik von Schlesien entdeckt.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
27.05.2021
11:50 - 12:20 Uhr

Dieser von einer spannungsreichen Geschichte geprägte Landstrich hat bereits Goethe auf seiner Reise im August 1790 begeistert, war er doch seit jeher ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen und Sprachen. Die Grenzen und Landeszugehörigkeiten der Region haben sich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder verschoben. Heute liegt der kleinste Teil Schlesiens in Deutschland, ein größerer Teil im Norden der Tschechischen Republik und der überwiegende Teil im südlichen Polen. Diese Vielzahl an Einflüssen spiegelt sich auch in der schlesischen Küche wider - genauso wie Schlesiens Montanindustrie, die im 19. Jahrhundert florierte und die Region zu einem wichtigen Wirtschaftsstandort machte.

Mann bäckt mit alten Modeln in einem Holzofen Brot.
Kleinbauer und Pensionsbetreiber Wládek Bielesz beim Brotbacken.
Quelle: ORF/WDW Film/Florian Gebauer.

Im polnischen Istebna trifft Lojze Wieser auf einen ehemaligen Bauern, der - nach alter Tradition - aus Apfelschalen Sauerteig ansetzt und das Brot in seinem selbstgebauten Ofen bäckt.
Besonders gut schmeckt das Sauerteigbrot zur traditionellen Sauerkrautsuppe, die vor allem im Winter ein wichtiger Vitamin- und Energielieferant ist. Wortwörtlich Goldes wert war früher in den Beskiden der mit speziellen Stempeln geformte Oscypek-Käse, der von den Goralen-Hirten als Zahlungsmittel verwendet wurde: "Jeder Hirte hatte eine eigene Signatur für seinen Käse, einen Stempel, ähnlich wie die Prägung von königlichen Münzen. Am Ende der Saison wurden damit sogar die Hirtengehilfen bezahlt."

Wie Ohren aussehendes Süßgebäck aus der Stadt Stramberg
Stramberger Ohren
Quelle: ORF/WDW Film/Florian Gebauer.

In Tschechien geht das Team dem Geheimnis der Stramberger Ohren auf den Grund. Dieses wie Ohren aussehende Süßgebäck wird in Stramberg in Erinnerung an den Tartarensturm im Jahr 1241 gebacken, die Angreifer mussten aufgrund starker Regenfälle den Rückzug antreten und hinterließen Säcke voll abgeschnittener Ohren christlicher Einwohner der von ihnen eroberten Städte.

Und Lojze Wiesesr entdeckt die Vielseitigkeit der Brennnessel, denn die vitaminreiche Pflanze kam nicht nur in der Küche zum Einsatz. Auch für die Herstellung von Garnen und Stoffen waren die weichen und hohlen Fasern der Brennnessel früher wichtig und wurden für Fischernetze oder gut isolierende, wasserabweisende Textilien verwendet - altes Wissen, das heute wiederentdeckt wird.

Ein Film von Florian Gebauer.
Durch den Film führt Lojze Wieser.

Zum Nachkochen:

Hanfsuppe

Schlesisches Gericht, das vor allem am Heiligen Abend zubereitet wird. Es werden die Samen vom Nutzhanf verwendet.

Die Hanfsuppe wird traditionell als erstes Gericht am Heiligen Abend serviert. Als Vorbereitung kocht man Hanfkörner mehrmals in Wasser und sammelt die entstandene Brühe, bis keine milchige Flüssigkeit mehr gewonnen werden kann.

Anschließend bindet man die Brühe mit Hirsemehl und würzt die Suppe mit Salz, Pfeffer und Zucker. Zusätzlich kann der Suppe auch Milch oder Obers hinzugegeben werden.

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