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Gesellschaft

Moral total? Über neue Maßstäbe in Sprache, Politik und - Kunst

Die Frage nach der Moral nimmt in der Beurteilung von Kunst, Kultur und Politik einen immer größeren Raum ein. Ist das gut so? Und für wen?

Produktionsland und -jahr:
Schweiz 2020
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 02.02.2021

Wolfram Eilenberger diskutiert mit der österreichischen Philosophin Lisz Hirn und dem deutsch-amerikanischen Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht.

Jüngstes Beispiel: Der Literaturnobelpreis 2019 ging an den österreichischen Schriftsteller Peter Handke. Seit der Verkündung wird die Kritik an der Entscheidung der Jury immer lauter und drängt Worte des Lobes zunehmend zurück. Hauptstreitpunkt ist Handkes Parteinahme für die serbischen Nationalisten während der Jugoslawien-Kriege in den 1990er-Jahren, die ihn nun des Nobelpreises nicht würdig erscheinen lässt.

In Museen werden Werke wie zum Beispiel jene von Balthus weggehängt, weil sie anstößig wirken. Kinderbücher verschwinden aus den Schulzimmern, weil sie als rassistisch beurteilt werden. Und im Namen der Emanzipation wird die Sprache zum zentralen Kampfplatz.

Doch wo liegt die Grenze zwischen moralischen Einwänden und dem Moralisieren? Wie ist es zu erklären, dass heute Progressive auf Moral pochen und sich Konservative dagegen wehren? Die moralisierende Linke: eine plötzlich verkehrte Welt? Und steht mit der allgegenwärtigen ökologischen Frage eine weitere Gesamtmoralisierung unserer Existenz an, weitab einer Utopie eines befreiten Daseins?

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