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Gesellschaft

Tschopps Haus auf der Krim

Nach einem Herzinfarkt und einem Burnout wagt der Baselbieter Roland Tschopp einen Neuanfang. Und das auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim, einem Brennpunkt der Geopolitik.

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Die Krim ist aber auch die ursprüngliche Heimat seiner Frau Karyna. Diese wiederum will in der Schweiz bleiben. Reporter Christof Franzen hat das Ehepaar Karyna und Roland Tschopp im Verlauf eines Jahres mehrmals besucht.

Irgendwann ging es einfach nicht mehr. Der 56-jährige Roland Tschopp hatte genug. Über 20 Jahre war er als Inhaber einer Metallbaufirma stets auf Trab. Das Bangen um die Aufträge, das emotionale und finanzielle Auf und Ab hinterließen Spuren. Bei Tschopp waren ein Herzinfarkt, ein Burnout und Gliederschmerzen die Folgen.

So entschloss er sich zu einem radikalen Schritt: Er verkaufte seine Werkstatt und Wohnung und zog mit seiner Frau auf einen Zeltplatz. Sein Ziel: sich auf der Krim ein Haus zu bauen, dort zu leben und Wohnungen an russische Touristen zu vermieten. Ihm behage das Klima auf der Krim, und er habe hier viel weniger Stress als in der Schweiz, sagt er. Baubeginn war im Herbst 2017.

Der Anfang ist vielversprechend. Roland und Karyna sind oft vor Ort. Aber die Probleme häufen sich. Arbeiten werden schlecht ausgeführt, Termine nicht eingehalten. Und eine unliebsame Nachbarin beobachtet ständig die Baustelle und überschüttet die Bauherren mit Klagen und Einsprachen. Das verzögert den Bau. Langsam wird das Geld knapp. Auch für die Beziehung wird der Bau zur Belastungsprobe.

Reporter Christof Franzen hat das Ehepaar Tschopp mehrmals auf dem Campingplatz in Läufelfingen und im Rohbau auf der Krim besucht.

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