"Schluss mit Perioden-Scham!": Beatrice Loosli

Gesellschaft

Schluss mit Perioden-Scham!

Gut die Hälfte aller Menschen bekommt sie – die Menstruation. Trotzdem sind Regelblutungen bis heute ein Tabuthema. Noch immer ist vielen Mädchen und Frauen ihre Periode peinlich.

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Wir rühmen uns, aufgeklärt und offen zu sein, haben aber punkto Mens noch immer einen schamhaften Umgang – das muss sich ändern. Sechs Frauen reden im Film offen über "ihre Tage". Damit die Monatsblutung endlich das ist, was sie ist: ganz natürlich.

Beatrice Loosli zeigt an einer Plüsch-Vagina, wie man geschickt einen Tampon einführt. Die 42-Jährige bietet Kurse zum Thema "natürlich Frausein" an. Zur Periode hat sie auch privat ein unverkrampftes Verhältnis. "Ich weiß gar nicht, warum Menschen sich noch immer für ihre Körperflüssigkeiten schämen?!"

Auch die Basler Jungpolitikerin Jo Vergeat macht sich für eine Enttabuisierung der Menstruation stark. "Sogar wir Frauen haben diesbezüglich noch immer Hemmungen." Jo Vergeat und Beatrice Loosli sind zwei von sechs Frauen, die im "Reporter" von Vanessa Nikisch unverblümt offen den Alltag ihrer Regelblutungen zeigen: das Trocknen der Periodenslips auf der Heizung, die Bauchkrämpfe während der Arbeit, das Leeren der Menstruationstasse auf der Skipiste.

Während die einen sich abgeschlagen und unfit fühlen, leiden andere unter Stimmungsschwankungen oder haben unerträglich starke Unterleibsschmerzen. Sie funktionieren aber trotzdem – Monat für Monat. Die Umgebung nimmt davon kaum Notiz. Noch immer ist vielen Mädchen und Frauen ihre Periode peinlich. In Zimmerlautstärke um eine Binde bitten? Eher wird geflüstert und der Hygieneartikel im Versteckten weitergereicht, als handle es sich um etwas Illegales.

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