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"Reporter Crime: Ein Mord, zwei Witwen": Andrea Rodrigues (r.) und Petra Bornhauser, die zwei Witwen im Fall Bornhauser

Gesellschaft

Reporter Crime: Ein Mord, zwei Witwen - - Der mysteriöse Fall Bornhauser

Petra Bornhausers Mann wurde 2016 in Rafz umgebracht, seine Leiche nie gefunden. Für die Tat verantwortlich war Luiz Rodrigues. Er starb jedoch im Gefängnis.

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Seine Frau ist nun alleinerziehende Mutter und Witwe. Doch wie mit dieser Vergangenheit umgehen? Die zwei Witwen haben einen Weg gefunden.

Was in den letzten Minuten von Gino Bornhausers Leben geschah, kann in einem Aktenordner nachgelesen werden. Die Kapitel heißen "Tatort", "Videosequenzen" und "Fundgegenstände". Das Kapitel "Fundort Leiche" gibt es in diesem Kriminalfall nicht - und wird es wohl nie geben. Denn Bornhausers Leiche wurde bis heute nicht gefunden. "Ich muss mich einfach damit abfinden, dass er tot ist", sagt Petra Bornhauser, die Frau des getöteten Rentners.

Die Lebenswege von Luiz Rodrigues und Gino Bornhauser kreuzen sich am 22. April 2016 in Rafz im Kanton Zürich. Die Begegnung endet in einer Katastrophe. Nach einer verbalen Auseinandersetzung schlägt Luiz Rodrigues Gino Bornhauser zusammen, hievt anschließend den bewusstlosen Rentner in dessen Auto und fährt weg. An einem nahe gelegenen Waldrand zieht Rodrigues sein Opfer aus dem Wagen und überfährt es mehrmals. Rodrigues will sicher sein, dass Bornhauser tot ist. Die Leiche deponiert er anschließend an einem unbekannten Ort im Wald.

In Haft wird der Brasilianer immer wieder gefragt, wo er die Leiche deponiert habe. Luiz Rodrigues will, dass die Leiche gefunden wird, und macht Zeichnungen. Sie sollen den Ort zeigen, wo er die Leiche abgelegt hat. Die Skizzen zeigen Wälder, Bauernhöfe, Felder - und Anmerkungen: "Hügel", "Leiche 10 Meter", "Zaun", "G. Bornhauser". Doch auch diese Zeichnungen führen die Polizei nicht zur Leiche des Opfers.

2017 wird der Brasilianer wegen Mordes angeklagt. Der Prozess ist auf den 12. Dezember terminiert. Doch so weit kommt es nicht: Luiz Rodrigues stirbt fünf Wochen vor dem Prozess im Flughafengefängnis in Kloten. Er hinterlässt drei Töchter und seine Frau, Andrea Rodrigues. Sie äußert sich in der Sendung erstmals zum Fall Bornhauser. Mit Tränen in den Augen sagt sie: "Ich kann das nicht verstehen. Mein Mann schrieb mir Dutzende Briefe aus dem Gefängnis. Er würde sich niemals verabschieden, ohne eine Nachricht zu hinterlassen." Laut dem Gutachten kommen "Unfall und Suizid" als Todesart infrage.

Reporter Christof Schneider recherchierte den Fall und interviewte mehrmals die zwei Witwen. Sowohl für Petra Bornhauser als auch für Andrea Rodrigues ist es eine große Last, nicht genau zu wissen, unter welchen Umständen ihre Ehemänner starben. Ein lang gehegter Wunsch von Petra Bornhauser geht aber in Erfüllung: Sie lernt Andrea Rodrigues kennen und kann die Frage stellen, ob Luiz Rodriges die Tat bereute.

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