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Gesellschaft

Glück ist ein schneller Hund

Béatrice Steiner hat ihre lukrative Manager-Stelle in der Schweiz aufgegeben, um ausgerechnet auf Hunderennbahnen in Irland ihr Glück zu suchen. Das kommt nicht bei jedem gut an.

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Vor allem nicht bei den alteingesessenen Iren. - Reporterin Nicole Krättli berichtet über eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt und stattdessen die Flucht nach vorne ergreift.

Béatrice Steiner zeigt, wie sie ihre Hunde trainiert. Und sie nimmt "Reporter" mit zum größten Rennen des Landes, an dem ihr Hund Swissjet um den Sieg mitläuft. Es geht um Ruhm und Ehre, ein Preisgeld von 2500 Franken, vor allem aber um die Frage, ob auch eine Frau und Ausländerin einen Windhund zum Champion machen kann.

Windhunderennen haben in Irland Tradition. Seit bald 100 Jahren lassen die Iren ihre Hunde auf Rennbahnen gegeneinander antreten. Niemand hat darauf gewartet, dass eine Frau, und noch dazu eine Ausländerin, da mitmischt. Doch seit sieben Jahren tut die Schweizerin Béatrice Steiner genau das. Die Maschinenbau- und Betriebswirtschafsingenieurin hat ihre Kaderposition in einem Medizintechnik-Unternehmen an den Nagel gehängt, um das zu tun, was sie schon seit Ausbildungszeiten am liebsten macht: Windhunde trainieren.

Gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin Natalie Abedi führt sie einen Hof bei Caven, nahe der nordirischen Grenze. Dort leben die beiden Frauen mit 80 Windhunden – eigenen und solchen, die sie für Kundinnen und Kunden züchten, aufziehen, schulen und trainieren.

Weg von Großkonzernen hin zu einem ehrlichen und bodenständigen Leben in einer Umgebung, die der Hundetrainerin schon immer mehr behagte als die Teppich-Etage. Eigentlich könnte Steiners Leben im Takt der Windhunde wunderbar idyllisch sein. Doch nicht nur der Gegenwind seitens der männerdominierten Branche stellt die Schweizerin immer wieder vor große Herausforderung. Auch mit dem schlechten Ruf der Branche hat die 48-Jährige zu kämpfen. Denn Windhunderennen sind zunehmend umstritten.

In Irland und auf der ganzen Welt häufen sich die Proteste. Tierschützerinnen und Tierschützer verurteilen die Rennen aufs Schärfste. Von Überzüchtung ist die Rede, von Tierquälerei und grausamer Ermordung jener Hunde, die ihre Leistung nicht oder nicht mehr erbringen.

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