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"Es lebe Albinen!": Der erste Albiner Dorfmarkt

Gesellschaft

Es lebe Albinen!

Das Oberwalliser Bergdorf Albinen ist überaltert, es fehlen die Jungen. Die Einheimischen wollen das Dorf um jeden Preis retten. Eine der Ideen: Bargeld gegen Einwohner. Ob das funktioniert?

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Sein Dorf stehe kurz vor dem Tod, sagt der Albiner Gemeindepräsident Beat Jost. 2017 verbreitete er die Nachricht, mit einer Wohnbau- und Familienförderung wolle man der Abwanderung Einhalt gebieten. Eingebracht wurde die Idee von Jungen im Dorf.

Gemeindepräsident Beat Jost ist ungehalten: "Nie hätte ich mit dieser medialen Aufmerksamkeit gerechnet und liebend gerne darauf verzichtet", sagt ausgerechnet einer, der jahrelang selbst als Journalist gearbeitet hat. Heute ist er pensioniert und Präsident der Oberwalliser Gemeinde Albinen.

In Windeseile verbreitete sich weltweit die Meldung: Ein kleines Schweizer Dorf sucht Einwohner und bezahlt Niederlassungswilligen Geld dafür. In der Folge wurde Albinen mit über 12 000 Anfragen aus aller Welt überschwemmt. Eine Zerreißprobe für die Gemeinde. "Da kamen Leute in den Dorfladen und fragten: 'Wo ist das Geld, wo die Wohnung?'", sagt Jost. Im Kern stimmte die Botschaft, doch das Geld der Gemeinde ist an enge Bedingungen geknüpft: Ausländer zum Beispiel erhalten nur Zugang, wenn sie bereits fünf Jahre in der Schweiz leben und da auch einen Job haben.

Elma Anthamatten erfüllt die Bedingungen. Die gebürtige Philippinin lebt seit acht Jahren im Wallis und arbeitet in einer Fischfabrik. Gemeinsam mit ihrem Freund Roger Haudenschild kaufte sie 2018 mit dem Geld der Albiner Wohnbauförderung ein Haus in der Gemeinde. Das Wort "Albinen" habe sie vorher noch nie gehört, sagt Elma Anthamatten. "Dank meinem Freund bin ich nun da!" Gemeinsam mit Roger Haudenschild, der im Dorf ein Restaurant führt, hofft sie auf eine Zukunft in Albinen. Reporterin Kathrin Winzenried begleitet die beiden beim Einzug.

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