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Gesellschaft

Die Bewacher der Grenze

Jetzt stehen sie wieder im Fokus: Die Schweizer Grenz- und Zollbeamten. Sie sollen Grenzposten schließen und genau hinschauen, wer noch ins Land kommt.

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"Reporter" zeigt, wer sie sind und wie ihre Arbeit aussieht – vor und während der Zeiten von Corona. Als "Reporter"-Autor Christof Franzen letzten Herbst mit seinem Film über die Schweizer Grenzwächter startete, standen für ihn noch andere Fragen im Mittelpunkt.

"Wer schützt die Schweiz in Zeiten von offenen Grenzen? Braucht es die Grenzwächter noch?", zum Beispiel.

Wie "Reporter" zeigt, sind die Grenzschützer heutzutage auch im Landesinneren tätig. Das "MEK Helvetia" ließ sich – zum ersten Mal überhaupt – von einer Fernsehkamera begleiten. Das "Mobile Einsatzkommando" der Zollverwaltung ist eine Spezialtruppe, die bei der Observation zum Einsatz kommt. Es geht um organisierte Grenzkriminalität: sei dies Schmuggel, Betäubungsmittel, Menschen- oder Waffenhandel und Fiskaldelikte im großen Stil.

Die speziell ausgebildeten Grenzpolizeikräfte observieren aber nicht nur. Sie schlagen auch blitzartig zu und nehmen die Verdächtigen fest. "Reporter" war bei den Trainings dabei.

Mit ihren Nachbarländern kennt die Schweiz seit dem Schengener Abkommen die Personenfreizügigkeit. Das heißt auch, dass es an der Grenze, zumindest vor der Corona-Pandemie, keine systematischen Personenkontrollen mehr geben darf. Kontrolliert wird aber schon - im sogenannten rückwärtigen Raum, also hinter der Grenze. Zum Einsatz kommen dort bei sogenannten Sprungfahndungen auch Armeehelikopter mit Wärmebildkameras. Autor Christof Franzen ist mitgeflogen.

Die Eidgenössische Zollverwaltung ist in einer Transformationsphase. Sie will in Zukunft Grenzwächter und Zollbeamte zu einem Beruf zusammenfassen. Neu wird sie Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) heissen. Mit rund 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern muss die Zollverwaltung auch dafür sorgen, dass Abgaben wie Zölle oder Schwerverkehrsabgabe bezahlt werden. Ein großer Aufwand, zumal täglich über zwanzig Tausend Lastwagen die Schweizer Grenze überqueren. "Reporter" war mit dabei in Basel/Weil am Rhein. Eine Herausforderung für Zollbeamte und Grenzwächter ist, dass das Lastwagengeschäft fest in osteuropäischer Hand ist und Lastwagenfahrer oftmals nur Russisch, Ukrainisch oder Rumänisch sprechen.

Der Warentransport in und durch die Schweiz soll durch die neuesten Corona-Maßnahmen nicht beeinträchtigt werden. Aber für ausländische Staatsbürger ist die Schweizer Grenze mit wenigen Ausnahmen dicht.

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