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Gesellschaft

Das Coronavirus verunsichert die Schweiz - Unterwegs mit dem Bündner Krisenmanager

Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Coronavirus die Schweiz erreicht. Jetzt ist es da. Seither ist Martin Bühler, Chef des kantonalen Führungsstabes des Bündnerlandes, im Dauereinsatz.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 05.04.2020

Seit im Kanton Tessin der erste Schweizer Corona-Fall bestätigt wurde, überschlagen sich die Ereignisse. Welche Maßnahmen müssen nun ergriffen werden? Und wie sollen diese Maßnahmen der Bevölkerung kommuniziert werden? Wie viel
Schutz braucht es?

Und wie lässt sich verhindern, dass sich Panik breitmacht? Solche Fragen beschäftigen Martin Bühler, Chef des kantonalen Führungsstabes des Bündnerlandes, im Moment intensiv. Zum Beispiel bei einer Krisensitzung mit dem Regierungsrat. Haupttraktandum: Soll der Engadiner Skimarathon abgesagt werden? Die Verantwortlichen ringen lange mit dem Entscheid – und beschließen am Ende, an einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mitzuteilen, dass der Sportanlass dieses Jahr nicht stattfinden wird.

Der Bündner Pandemieplan wurde 2015 letztmals überarbeitet. "Das letzte Mal durchexerziert haben wir ihn 2017", sagt Bühler. "Jetzt, wo wir ihn wieder hervorgenommen haben, ist uns aufgefallen, dass er bereits nicht mehr à-jour ist. Darum mussten wir jetzt damit anfangen, ihn wieder zu überarbeiten." Andere Kantone sind weniger weit, kontaktieren Bühler, bitten um Rat. "Was machen wir, um möglichst lange handlungsfähig zu bleiben?", solche und ähnliche Fragen hört Bühler derzeit von verschiedenen Seiten. Bühler hat Familie. "Natürlich mache ich mir Sorgen", sagt er, "aber wir wohnen in einem kleinen Dorf, wir sind informiert über die Maßnahmen, die zu treffen sind. Und ich habe das Gefühl: Wenn wir das so machen, dann sollte der Familie nichts passieren."

Dass das Virus wohl irgendwann auch die Schweiz erreichen würde, war den Verantwortlichen im Kanton Graubünden schnell klar. "Als die ersten Meldungen aus China kamen, wurden wir bereits hellhörig und haben damit angefangen, uns vorzubereiten", sagt Kantonsärztin Marina Jamnicki am Rande einer Krisensitzung mit Bühler. In den meisten Fällen verlaufe das Coronavirus milde – und für allen anderen habe der Kanton Graubünden genügend Kapazitäten. "Es wird anspruchsvoll und anstrengend, aber wir schaffen das."

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