Gesellschaft

Winterkorn und seine Ingenieure - Was geschah wirklich beim Dieselskandal?

Prozessauftakt in der Stadthalle Braunschweig: Ab dem 16. September 2021 wird hier der womöglich größte Betrug der deutschen Industriegeschichte verhandelt. Ex-VW-Chef Martin Winterkorn und vier weitere ehemalige VW-Manager sind die ersten vor Gericht, es laufen aber mittlerweile Ermittlungen gegen rund 90 weitere Beschuldigte. Wer wusste wann was über die Manipulation des Dieselmotors? Und wer trägt Verantwortung?

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 24.07.2022

Im September 2015 deckten US-Behörden den Dieselskandal des Volkswagen-Konzerns auf. VW hatte jahrelang Behörden und Kunden hintergangen. Elf Millionen Fahrzeuge wurden manipuliert, waren viel schmutziger als erlaubt. In den USA musste der Konzern bereits 30 Milliarden Euro zahlen, zwei Mitarbeiter wurden dort zu Haftstrafen verurteilt.

In Deutschland hat sich die juristische Aufarbeitung jahrelang dahingeschleppt. Erst im Jahr 2021 beginnen die Strafprozesse. Auch gegen den ehemaligen VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn. Welche Rolle spielte er? Wann wusste er was? Und vor allem: Wie konnte es geschehen, dass aus Dutzenden unbescholtenen Ingenieuren mutmaßliche Straftäter wurden?

Die Dokumentation "Winterkorn und seine Ingenieure" zeichnet die entscheidenden Ereignisse detailliert nach. Sie zeigt, wie sich Deutschlands wichtigster Industriekonzern über fast zehn Jahre hinweg in ein Geflecht von Lügen und Täuschungen verstrickte. Wie Ingenieure nach eigenem Bekunden gegen die Manipulation ankämpften, sie letztlich aber auch vorantrieben oder deckten. Wie Manager bis heute beteuern, von nichts gewusst zu haben. Es ist ein Lehrstück über die Notwendigkeit von Zivilcourage in Großunternehmen und über Hierarchien, in denen keiner wirklich Verantwortung übernimmt.

Die Abläufe machen auch die Heuchelei von Politik und Behörden deutlich, die der Autoindustrie jegliche Trickserei nur zu gern durchgehen ließen. Interne Dokumente und Gespräche mit Beteiligten geben einen exklusiven Einblick in das Zentrum des mutmaßlichen Betrugs.

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