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Stilleben mit verschiedenen Reinigungsmitteln und Kosmetika

Gesellschaft

Giftiger Haushalt - Die schmutzigen Seiten der Saubermacher

Im Kampf um die Sauberkeit im Haushalt haben wir viele Verbündete: unzählige chemische Produkte, die Fett lösen, Bakterien töten und nach frischer Zitrone duften. Und die die Wäsche und das Geschirr schonend und doch effektiv reinigen.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
05.02.2020
20:15 - 20:55 Uhr

Doch halten sie, was sie versprechen? Auf der Suche nach Hygiene lassen wir uns von so mancher Illusion verführen. Und was bedeutet dieser tägliche massive Einsatz von Chemie im Haushalt für unsere Gesundheit und die Umwelt? Oft werden wir von Marketingtricks zu Überdosierungen angehalten, die nur einem nützen: dem Produkthersteller.

Eine Frau mit Gummihandschuhen steht lachend in einer Küche
Putztag in der Küche - Ohne Gummihandschuhe wagt man sich an mache Mittel nicht mehr heran.
Quelle: ORF/Familie Rockt Media

Der Markt wird regelrecht mit Duschgels und Seifen überschwemmt. Doch hat das viele Duschen auch eine Schattenseite?Es scheint so: Zu viel Seife kann die AO-Bakterien in der Haut verringern. Diese wandeln Schweiß in Nitrit und Stickstoffmonoxid um und diese Substanzen wiederum wirken anti-entzündlich. Das Immunsystem wird also durch zu viel Seife und Shampoo geschwächt. Dasselbe gilt für Deos. Sie greifen jene Bakterien an, die Schweißgeruch produzieren, aber verändern dadurch den PH-Wert der Haut. Jetzt gibt es neue Deos am Markt, die auf den Hauttyp eingehen, und wirken ohne die Bakterien in der Haut anzugreifen. Ist da was dran? Oder ist das wieder nur Marketing?Biologische Waschmittel sind für viele Menschen ein Muss. Man will weder die Wäsche, die Haut noch das Abflusswasser mit Chemikalien belasten. Doch: Es gibt keine konkrete Definition von "biologischem Waschmittel". Ein Waschmittel ohne Ökolabel kann durchaus besser abbaubar sein, als eins mit. Hier geht es um die Inhaltsstoffe, aber auch um die Verpackung und Intensität der Stoffe. Die Trennung in Öko und Nicht-Öko ist oft nur eine Marketingmasche.

Unerwünschte Nebenwirkungen: Hautreizungen und Asthma

Ein Unterarm, an dem ein Allergietest ausgeführt wurde.
Häufig lösen in Waschmitteln enthaltene Enzyme Allergien aus - auch bei natürlichen Stoffen ist Vorsicht geboten.
Quelle: ORF/Familie Rockt Media

Gleichzeitig beinhalten heute fast alle Waschmittel Enzyme. Sowohl in normalen als auch in ökologischen Waschmittel findet man sie. Das sind Bakterien, die Gras- und Blutflecke auch bei niederen Temperaturen lösen können. Sie lösen bei empfindlichen Personen aber auch allergisches Asthma aus. Der chronische Kontakt mit Enzymen in der Wäsche schwächt das Immunsystem und kann auf Dauer zu Lungenentzündnungen und Dauergrippe führen. Die Waschnuss hingegen ist eine gute Alternative zum Waschmittel. Mutter Natur ist in vielen Fällen die bessere Alternative zu starken Chemikalien. Aber Obacht! So einfach ist es nicht. Nehmen wir die Kamille oder die Ringelblume. Beides Stoffe können Allergien auslösen. Achtung also vor Kamille-Feuchttücher und Ringelblumensalbe. Was so nützlich scheint kann die Ursache von unerkanntem Leiden sein. Die Putzindustrie macht ihr Geld mit unserem Bedürfnis nach Hygiene. Aber nicht alles was uns eingeredet wird, ist nützlich und gesund.

Eine Dokumentation von Patrice Fuchs

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