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Gesellschaft

Gefühlswelten - Liebe in Zeiten des Kapitalismus

In dieser Folge geht es um die romantischen Liebe und die Frage, ob diese nur ein reines Konsumprodukt ist - eine konstruierte Idee mit roten Herzen und Popsongs. Doch irgendwo gibt es womöglich auch authentische Gefühle. Die Frage ist nur: Wo? Die Reise in die Gefühlswelt Liebe begleiten neben der Historikerin Ute Frevert und dem Geruchsforscher Hanns Hatt auch der Ökonom Peter Kenning und Popstar Amanda Palmer.

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 05.02.2022

Ute Frevert sagt: "Die romantische Liebe ist nach wie vor ein Exportschlager, der die unterschiedlichen Gesellschaften und Zeiten mühelos überspringt. Sie entsteht als Konzept, als Vision, im späten 18. Jahrhundert, ist aber bis heute mächtig."

Für Hans Hatt ist klar, dass Emotionen längst künstlich hergestellt werden können: "Liebe für einen nicht-romantischen Wissenschaftler ist natürlich eine Utopie, eine Vision, die in seinem Gehirn entsteht, die auch eher aus der Vergangenheit stammt, als man das noch nicht recht wusste. Heutzutage schnupft man Oxytocin, dann liebt man fast jeden Menschen."

Die Doku-Reihe "Gefühlswelten" nimmt mit auf eine Entdeckungsreise in eine faszinierende Welt - mit viel Gefühl und doch professionell distanziert tauchen wir ein in unsere Gefühlswelten. Wie nehmen wir Gefühle wahr? Welche Rolle spielen Gefühle und wie erforscht man sie?

Die elf Folgen à 15 Minuten nehmen Bezug auf die Basisgefühle des Menschen und werden durch Experteninterviews und Live Sketchings verständlich erklärt. Jeder einzelne Film verknüpft gelebten Alltag, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse aus den unterschiedlichsten Disziplinen und religiöse, philosophische und spirituelle Sichtweisen. So schaffen sie ein ganzheitliches Bild unserer Gefühle. Es ist eine Expedition ohne genaues Ziel. Am Ende aber haben wir trotzdem ein gutes Gefühl - und weniger Berührungsängste vor unseren eigenen und fremden Gefühlen.

Gefühle beeinflussen unsere Gesundheit, spornen Athleten zu außergewöhnlichen Leistungen an, führen in der Schule zu Streit zwischen Lehrern und Schülern, sie mobilisieren Menschenmassen, entscheiden Wahlkämpfe und bringen Konsumenten dazu, die "richtige" Marke zu kaufen. Gefühle formen unseren Charakter, sie sind der Lotse, der uns hilft, durch unbekanntes Terrain zu navigieren und sie sind das Zünglein an der Waage, wenn wir eine Entscheidung treffen. Sie erlauben uns, blitzschnell zu reagieren, sie bilden den "Klebstoff" unserer sozialen Beziehungen, sie sind die Triebfedern des Lebens. Eine Welt ohne Gefühle ist ohne Bedeutung und ohne Perspektive.

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