Die Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie hier.

Ein Mann steht neben seinem sitzenden Vater

Gesellschaft

Ein Mann ein Wort

Jon Andri Tgetgel ist stolz. Vor allem auf seine Führungsqualitäten. Ob als Divisionär oder als Ingenieur: Er hat Grossprojekte geleitet und für tausende Männer Zielvorgaben und Lösungen definiert. Doch als Vater steht der über 90-Jährige vor einem Probl...

Produktionsland und -jahr:
Datum:

Er habe keine Schwächen, erklärt Jon Andri Tgetgel und schmunzelt: «Reicht Ihnen diese Antwort? Nein, ich habe tatsächlich keine Schwäche – aus meiner Sicht. Andere würden vermutlich sagen, ich hätte Schwächen. Aber fragen Sie Jon Duri!» Der frühere Divisionär kann heute in seinem riesigen Engadinerhaus höchstens noch die Katze herumkommandieren. «Ich kann niemandem mehr sagen, was er zu tun hat. Das vermisse ich. Vielleicht bin ich ja ein bisschen ein Patriarch. Aber auch in der Familie bestimmt doch der Mann, wo’s lang geht!»

Jon Andri Tgetgel ist unverblümt, verschmitzt, poltert und provoziert gerne und hat Charisma. Nur diplomatisch ist er nicht. Dass sich der Sohn scheiden liess, passt dem Schweizer alter Schule beispielsweise gar nicht, und so hat er Jon Duris neuer Partnerin, einer Kanadierin jamaikanisch-polnischer Abstammung, kurzerhand den Zugang in sein Haus verboten. Ein Mann, ein Wort? Oder vielleicht doch eine Zeitfrage, wie der Sohn hofft? Der Film dokumentiert diese Vater-Sohn-Geschichte über ein Dilemma und das verdrängte Drama um eine kranke Mutter.

Filmautorin Susanne Eigenheer Wyler hatte von Tgetgel als einer Persönlichkeit der Schweizer Geschichte bereits von verschiedenen Seiten gehört. Als dann sogar sein Sohn Jon Duri, gerade weil er noch einiges mit seinem Vater zu klären hat, sich für ein Porträt stark machte, beschloss sie, diesen Mann kennen zu lernen und besuchte ihn im winterlich abgelegenen Ardez im Kanton Graubünden.

Ausser dass Jon Andri Tgetgel ein Mann mit Ecken und Kanten sein soll, wusste die Regisseurin zu diesem Zeitpunkt weder wohin die ersten Filmaufnahmen führen würden noch was genau sie später daraus machen will. «Ein höchst ungewöhnliches Vorgehen», gab der stets an Zielvorgaben orientierte Bündner zu bedenken. Doch er machte mit und liess die Fragen zu.

Meine Merkliste

Alle Inhalte auf Ihrer Merkliste sind noch mindestens 3 Tage verfügbar.

Sie haben derzeit keine Videos in Ihrer Merkliste

Sie können ein Video der Merkliste hinzufügen, indem Sie das "+" am Teaser oder Beitrag anwählen.

Live

Statische Headline

1h 7min