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Damit das Haus endlich fertig wird, müssen bei Familie Sunyoung und Christian Spatzek alle mit anpacken, auch die Kinder Mina und Fabian

Gesellschaft

Das ganz normale Verhalten der Östereicher...beim Hausbauen

Die Fenster sind nicht dicht, Baulärm und Staub dringen unaufhaltsam ins Schlafzimmer und das Fliesenverlegen in Eigenregie gestaltet sich weit schwieriger als gedacht - wer seinen Traum vom eigenen Haus verwirklichen will, hat eine nicht unerhebliche Anzahl von Hürden und Strapazen zu meistern.

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Mehr als ein Jahr lang haben die Filmemacher fünf sehr verschiedene Familien und Paare bei ihrem Abenteuer Hausbau von der Bauverhandlung bis zum Einzug begleitet. Das Ergebnis ist ein äußerst unterhaltsamer und amüsanter Film, der einen tiefen Einblick in das Baugeschehen und den mitunter sehr emotionalen Reaktionen der künftigen Hausbesitzer gibt.

Knochenjob unter Zeitdruck: Sie müssen raus aus der Wohnung, doch ein Ende der Renovierungsarbeiten im neuen Heim ist nicht in Sicht: Wenn Familie Spatzek (Bild oben) vorher gewusst hätte, was sie sich mit dem Kauf eines 200 Quadratmeter großen und 76 Jahre alten Hauses in Wien Liesing angetan hat, hätte sie vermutlich die Finger davon gelassen. Der 50-jährige Schauspieler arbeitet Tag und Nacht, schleppt containerweise Bauschutt weg, reißt Wände nieder, zertrümmert alte Deckenverkleidungen und ist immer wieder von neuem mit ungeahnten Schwierigkeiten konfrontiert. Doch wenn zur Mittagszeit seine aus Korea stammende Frau mit den beiden Kindern anrückt, bekommt die Szenerie eine andere amüsante Note: Das Paar ist sich in keinem einzigen Punkt der Umplanung einig.

Ziegelmassivhaus "Modell Royal": Am Ortsrand der niederösterreichischen Gemeinde Münchendorf ist zwischen Bahndamm und Dorfbach ein neues Baugebiet entstanden. Für den 35-jährigen Piloten Andreas Sandhöfner und seine Frau Gerlinde das ideale Gelände, um ihren Traum vom Ziegelmassivhaus "Modell Royal" zu errichten - nicht ohne zuvor den Baugrund akribisch mit dem Pendel auf mögliche, schlafraubende Wasseradern zu untersuchen. "Modell Royal" soll einmal schlüsselfertig übergeben werden, ohne dass sich das Ehepaar Sandhöfner seine Hände schmutzig machen muss. Und so verstehen sie es als ihre Aufgabe, am Wochenende mittels Spezialequipment auf den Millimeter genau zu kontrollieren, ob die Arbeiter alle Wände und Decken im richtigen Winkel und Maß gebaut haben.

Mit Körpereinsatz zum Passivhaus: Toni Graner, 31 Jahre alt und Opernsänger aus Waidhofen an der Thaya, vertraut lieber seiner eigenen Muskelkraft. Zusammen mit seiner Frau Birgit und den beiden Kindern ist Toni regelmäßig auf seiner Baustelle in Stockerau anzutreffen, um mitzuhelfen, die Wände aufzustellen oder mit seiner Frau die Fliesen zu legen - auch wenn die richtige Handhabung des Fliesenschneiders die beiden fast an ihre Grenzen bringt. Familie Graner baut trendbewusst und ökologisch ein so genanntes Passivhaus - nach der Sonne ausgerichtet, optimal isoliert und mit einem ausgeklügelten Lüftungssystem verbraucht es so gut wie keine Energie mehr. Da ist es verständlich, dass es zwischen den Graners und den Handwerkern zu lautstarken Konflikten kommt, als sich herausstellt, dass die Fenster nicht dicht sind.

Menschen brauchen Träume: Ob im Tiroler Landhaus-Look, Feng-Shui-bewusst durchdesignt oder in Stahl und Glas - 85 Musterhäuser präsentieren sich den Hausbauwilligen in der Blauen Lagune, einem Fertighauspark im Süden Wiens. Hier treffen die Filmemacher das Wiener Ehepaar Ofner, das ein 2.000 Quadratmeter großes Grundstück im niederösterreichischen Pressbaum geerbt hat und es nun bebauen möchte. Doch die Auswahl des richtigen Eigenheims fällt den Ofners schwer, zumal Alice Ofner bei der Besichtigungstour äußerst kritisch ans Werk geht: Bei dem einen Haus ist ihr die Badewanne viel zu groß, beim anderen fürchtet sie das Putzen der großen Fenster oder das Unterbringen der Kästen bereitet ihr Sorgen. Als sich die Autoren nach einem Jahr wieder mit dem  Ehepaar verabreden - dieses Mal auf dem geerbten Grundstück - erfahren sie, dass die Baupläne erst einmal auf Eis gelegt worden sind.

Urbanes Leben im Dreck: Obwohl sie in ihrer Mietwohnung mitten in Wien lebt, hatte Elisabeth Posch bislang ein ruhiges Leben. Bis sich das Haus aus der Gründerzeit in eine Großbaustelle verwandelte. Doch der tägliche Dreck und Lärm, den die Sanierungsarbeiten mit sich bringen, ist das geringste Problem für die 39-Jährige: Eine Staubwand wurde quer durch ihre Wohnung gezogen und zwingt sie nun, wochenlang eingepfercht zwischen alter und neuer Wand zu wohnen.

Eine Dokumentation von Kurt Langbein, Bert Ehgartner und Maximilian Stelzle

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