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Gesellschaft

Das Attentat von Hanau - Ein Jahr voll Trauer und Wut

Sie wollen eine lückenlose Aufklärung der Tat - die Hinterbliebenen der Opfer. Und sie wollen dafür kämpfen, dass dieses Schicksal anderen Familien und Freunden erspart wird. Es dauerte zwölf Minuten, dann waren neun Menschenleben ausgelöscht. Nach der brutalen Tat beginnt der lange Trauerprozess, der die betroffenen Menschen und die Gesellschaft um sie herum verändert. Wie können sie weiterleben? Und ihren Alltag bewältigen?

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Verfügbar
weltweit
Verfügbar bis:
bis 25.03.2022

Serpil verlor bei dem rassistischen Anschlag in Hanau ihren ältesten Sohn. Ihr Jüngster fragt nun, ob er kein richtiger Deutscher sei und immer Angst haben müsse? Um ihre Trauer und Wut zu bekämpfen, geht Serpil in Hanauer Schulen. Sie will Kinder gegen Rassismus stark machen.

Pitr hilft ihr, er ist gerade 19 und überlebte knapp, neben ihm starben seine Freunde. Die Pãuns trauern um ihren einzigen Sohn Vili - aber sie setzen alles daran, sein Andenken in der Stadt zu bewahren, denn der Junge versuchte, den Mörder aufzuhalten.

Serpil Temiz, Pitr, Niculescu Pãun und die anderen stützen sich auch gegenseitig in ihrer Trauer und Verzweiflung und schöpfen so die Kraft, mit dem Leid umgehen zu können. Sie haben sich in den letzten Monaten noch mehr mit ihrer Identität als Migranten und Migrantinnen auseinandergesetzt und sehen eine Ungleichbehandlung. Sie erleben Rassismus in der Schule, bei Arbeitsämtern, bei der Wohnungssuche, in Behörden und in der Gesellschaft. Rassismus sei eines der dringendsten Probleme unserer Zeit und nicht die Migration selbst, wie Innenminister Seehofer es behauptete, sagt Serpil.

Der Anschlag von Hanau ist einer von vielen rassistischen Anschlägen in Europa und der Welt. Ob Anders Breivik, das Attentat von Christ Church, München, Halle, Kassel und so viele andere. Die migrantischen Communities und Menschen haben Angst. Der Mörder von Hanau war Rassist, er war psychisch krank, aber er glaubte auch an Verschwörungstheorien. Gerade werden solche Verschwörungstheorien wieder sehr populär, Corona verstärkt diesen Trend noch einmal. In welche Richtung entwickelt sich unsere Gesellschaft? Eine Gesellschaft der Angst und des Ressentiments oder des Zusammenhalts und Toleranz?

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