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Turm der Landungsbrücken, im Hintergrund Hamburgs Hafen

Gesellschaft

Ländermagazin vom 29. Mai 2021

Der Hafen feiert nun schon zum zweiten Mal Geburtstag in der Pandemie ohne internationale Gäste und Besucherscharen, dafür aber im engsten Kreis. Anlass für eine ganz besondere Hafenrundfahrt.

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Das "Ländermagazin" erkundet die 150 Jahre alte Flint Werft, schaut sich um in alten Hafenbecken, wo sich neue Mieter ansiedeln wie im Spreehafen, erlebt den Saisonbeginn beim Yachtclub Hansa im Harburger Binnenhafen und trifft eine Künstlerin, die auf Segeln malt.

Die Flint-Werft
Für die Schiff- und Maschinenbauer der kleinen Traditionswerft M. A. Flint beginnt die Arbeit jeden Morgen um halb sieben. Es ist eine eigene Welt, die zwischen Schneidbrennern und Pinseln viel Charme versprüht. Hier, am Elbarm Reiherstieg auf der Insel Steinwerder, gibt es Hafenatmosphäre pur. Ihr Job ist das Reparieren und Umbauen von Schuten, Schlepperbarkassen oder Fahrgastschiffen. Die kleine Werft wurde 1870 gegründet und hat so manche Werftenkrise überstanden. Als letzte Großwerft ist nur Blohm + Voss übriggeblieben. Die Reportage blickt hinter die Kulissen der Flint-Werft, die sich auch durch viele Spezialaufträge über Wasser hält.

Schiffsmalerin und Regatta-Seglerin
Für viele war Segler Boris Herrmann ein Lichtblick in der Corona-Zeit. Bei der Vendée Globe, einer der härtesten Regatten der Welt, hat er Menschen auf der ganzen Welt begeistert. Und seiner Sportart zu neuer Popularität verholfen. Seine ausgedienten, zerschlissenen Segel bekommt Malerin Heinke Böhnert. Und verwandelt sie in Kunstwerke.

Interview mit Hubert Neubacher, Geschäftsführer und Inhaber Barkassen-Meyer
Als der Österreicher Hubert Neubacher 1994 nach Hamburg kam, um in einem Fünf-Sterne-Hotel als Kellner anzufangen, hätte er nie gedacht, dass die Landungsbrücken mal sein neues Zuhause werden würden. Wie der Ennstaler zum Chef eines der ältesten Barkassen-Unternehmen Hamburgs wurde, wie er durch die schwere Zeit der Pandemie kommt und was er sich für die Zeit danach ausgedacht hat, erzählt er Theresa Pöhls im Interview auf der Kunstbarkasse "Lütte Deern".

Festmacher-Reportage
Warten, schleppen, schwitzen - für Festmacher gehört das zum Arbeitsalltag. 365 Tage im Jahr, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag vertäuen sie Frachter, Kreuzfahrtschiffe oder Tanker an den Kaimauern des Hamburger Hafens. Manchmal müssen sie die Leinen von Hand auf bis zu zehn Meter hohe Dalben ziehen. Und die Gefahr sitzt ihnen immer im Nacken: Reißende Taue haben eine Schlagkraft wie ein Schwert, immer wieder kommt es zu Unfällen, auch tödlichen. "Job-Risiko", sagen die Festmacher nüchtern. Das "Ländermagazin" begleitet sie bei einem besonders anspruchsvollen Job im Hamburger Hafen.

Ingwersaft aus dem Hafen
Der Hamburger Hafen, der ist viel mehr als nur Industrie. Durch die Elphi und die Musicals hat auch die Kunst hier ihre Bühne. Amarilis Bilbeny vereint diese beide Gegensätze in ihrem Unternehmen "Frau Ingwer", das direkt hinter den Musicals am Hafen liegt. Die ehemalige Sopranistin produziert Ingwersaft und der hat den Sprung vom Geheimtipp unter Sängern inzwischen in die Regale der Supermärkte geschafft.

Die Hafenbahn
Im vergangenen Jahr hat die Hamburger Hafenbahn 2,58 Millionen Container transportiert. Hamburg hat Europas größten Eisenbahnhafen, ein Schienennetz mit 300 Kilometer Gleis. Rangierer und Lokführer arbeiten im Hafen rund um die Uhr. Sie stellen Containerzüge zusammen oder trennen sie. Lokführer Stefan und Rangierer Berns arbeiten für die Metrans, eines der größten Eisenbahnverkehrsunternehmen, die im Hafen fahren dürfen. Hier wird fast die Hälfte der Container über die Hafenbahn abgewickelt.

Der Hafen im Lied
Der Hafen steht wie kaum ein anderer Ort in Hamburg für Romantik, Fernweh und ein Gefühl von Heimat. So verwundert es kaum, dass ihn schon so manche Musikerin und so mancher Musiker inbrünstig besang. Ein besonders schönes Lied über den Hafen hat die Musikerin Meike Schrader geschrieben. Sie singt es für uns am Bremer Kai auf dem Außengelände des Hafenmuseums. "Hamburg, mein Hafen" ist eine Liebeserklärung an die Stadt und zugleich ein Plädoyer dafür, Freiräume für Künstlerinnen und Künstler zu erhalten.

Stab

  • Moderation - Theresa Pöhls

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