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"Hessenreporter: Leben vom Überfluss - Tafeln für mehr Gerechtigkeit" - Christine Sparr leitet seit 2006 die Offenbacher Tafel.

Gesellschaft

Hessenreporter: Leben vom Überfluss - - Tafeln für mehr Gerechtigkeit

Wenn Christine Sparr die lange Schlange ihrer "Kunden" sieht, dann weiß sie nicht, ob sie heute alle bedienen kann. 800 Haushalte pro Woche versorgt sie. Wer kommt wohl heute?

Produktionsland und -jahr:
Datum:
Sendetermin
20.12.2019
03:00 - 03:30 Uhr

Schafft sie es, dass die Lebensmittel-Ausgabe reibungslos abläuft und alle zufrieden sind? Täglich plagt sie die Frage, ob sie genügend Lebensmittel von Supermärkten zum Verteilen bekommt und für ein klein wenig mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft sorgen kann.

Die Offenbacher Tafel wird von Ehrenamtlichen auf die Beine gestellt, 935 Tafeln versuchen deutschlandweit, unverkäufliche Lebensmittel vor dem Mülleimer zu bewahren und Menschen vor Hunger. In Frankreich verbietet ein Gesetz großen Supermarktketten, Lebensmittel wegzuwerfen und verpflichtet sie, ablaufende Waren an Hilfsorganisationen weiterzugeben.

Dieses Gesetz nutzen junge Start-up-Unternehmen, um Supermärkte und Tafeln besser miteinander zu vernetzen und die Verteilung zu professionalisieren. So bietet auch Pierre-Yves Pasquier seine digitalen und logistischen Dienste gegen Bezahlung an - und expandiert. Er hat inzwischen 35 Mitarbeiter, besucht Lebensmittelhändler und versucht, mit ihnen ins Geschäft zu kommen. Sein Ziel: möglichst viele Lebensmittel möglichst schnell und professionell zu möglichst vielen Hilfsorganisationen zu bringen.

In Frankreich hat ein Gesetz so eine ganz neue Branche hervorgebracht und die Zahl der weitergereichten Lebensmittel deutlich erhöht. Die ehrenamtlichen Tafeln und "Restos du coeur" profitieren davon genauso wie die Bedürftigen. Von solch politischer Unterstützung können die deutschen Ehrenamtlichen nur träumen und müssen weiterhin jeden Tag selbst dafür sorgen, Lebensmittel für Alleinerziehende, Rentner, Arbeitslose, Geflüchtete und Arme zu beschaffen, um ein wenig für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu kämpfen.

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