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Wege zum Ruhm

Film

Wege zum Ruhm

Aus Wut über das Misslingen eines von vornherein aussichtslosen Angriffs befiehlt ein General, auf die eigenen Soldaten zu feuern, und lässt drei seiner Leute wegen Feigheit anklagen.

Produktionsland und -jahr:
USA 1957
Datum:

Frankreich, 1916: Die militärische Auseinandersetzung zwischen Deutschland und Frankreich ist zu einem verlustreichen Stellungskrieg erstarrt. Der ranghöhere französische General Broulard befielt dem rangniedrigeren Zweisternegeneral Mireau, eine deutsche Schlüsselposition einzunehmen. Mireau gibt zu bedenken, dass seine Truppen zu schwach für einen Sturmangriff seien. Broulard stellt eine Beförderung zum Dreisternegeneral in Aussicht, worauf Mireau seine Truppen wider besseres Wissen in den Kampf schickt.

Colonel Dax versucht alles Menschenmögliche, um seine Leute anzuspornen, doch der Sturmangriff scheitert kläglich. Als einige der Frontsoldaten aufgrund des feindlichen Trommelfeuers nicht einmal ihre Schützengräben verlassen können, befielt Mireau, das Feuer auf die eigenen Männer zu eröffnen. Um Schuldige für die militärische Niederlage ausmachen zu können, lässt Mireau anschließend drei Soldaten auswählen und von einem Kriegsgericht wegen Feigheit vor dem Feind zum Tode verurteilen.

Colonel Dax übernimmt die Verteidigung, doch ihm bleibt keine Chance, seine Männer zu retten. Als Broulard erfährt, dass Mireau während des Gefechts den Befehl gab, die eigenen Leute unter Feuer zu nehmen, lässt er ihn degradieren. Broulard bietet Colonel Dax Mireaus frei gewordenen Posten an, doch Dax lehnt verbittert ab. Tags darauf erhält er den Marschbefehl: Zurück an die Front.

Einer der beeindruckendsten Antikriegsfilme der Filmgeschichte

"Wege zum Ruhm", der mit einem Budget von nur 900 000 Dollar in Deutschland gedreht wurde, ist eine frühe Regiearbeit von Stanley Kubrick. In dem realistischen Antikriegsfilm formuliert er eine schonungslose Anklage gegen das Verbrechen des Krieges und die Ruhmsucht der Militärs. Wenn Kubrick hart vom Ball im Schloss des französischen Generalstabs zum Elend der Schützengräben schneidet, dann ist das auch eine Anklage gegen den Machtmissbrauch der befehlshabenden Klasse, die von der Realität des Krieges keine Vorstellung hat.

Der Film wurde in Frankreich, der Schweiz und in Israel verboten. Nicht gespielt werden durfte er auch im französischen Sektor von Berlin und in amerikanischen Militärbasen, während er sich in den zivilen amerikanischen Kinos als kommerzieller Erfolg erwies. Kirk Douglas, der auch als Produzent verantwortlich zeichnete, beeindruckt in der Hauptrolle des Colonel Dax.

Stanley Kubrick (1928-1999) gilt als einer der außergewöhnlichsten und eigensinnigsten Filmregisseure des 20. Jahrhunderts. Mit seinem Schaffen hat er die Möglichkeiten des Films grundlegend erweitert und neue Maßstäbe gesetzt. Als Regisseur war er legendär für seinen Perfektionismus und seine Aufmerksamkeit für jedes Detail.

Charakteristisch für Kubricks Filme sind eine pessimistische Grundhaltung, hintergründiger Humor, eine intensive Bildsprache, lange Einstellungen und der bewusste Einsatz von Musik. Auch seine Vorliebe für groteske Überzeichnungen, wie beispielsweise die Parodie "Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben" oder der Phallus-Mord in "Uhrwerk Orange" ist typisch für sein Werk. Kubrick verstand es wie kaum ein anderer, sein Publikum gleichermaßen zu faszinieren und zu befremden.

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