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Taxi Driver

Film

Taxi Driver

Taxifahrer Travis Bickle ist von der täglichen Flut von Schmutz und Niedrigkeit in New York abgestoßen und bereitet sich mit missionarischem Eifer auf seinen persönlichen Kreuzzug vor.

Produktionsland und -jahr:
USA 1976
Datum:
Sendetermin
08.12.2019
01:40 - 03:30 Uhr

Der vom Krieg schwer traumatisierte Vietnam-Veteran Travis Bickle lebt in New York und verdient sein Geld als Taxifahrer. Nachts streift er durch die Straßen und verbringt seine Freizeit bevorzugt in Pornokinos. Allerdings wird er auch immer wieder mit den Schattenseiten der Großstadt konfrontiert: Zwangsprostitution, Drogen und Kriminalität bestimmen das nächtliche Stadtbild. Irgendwann kann Travis das Leid auf den Straßen nicht mehr ertragen und steigert sich in die krankhafte Vorstellung hinein, er müsse New York vom Abschaum befreien.

Taxi Driver
Freunde hat Travis Bickle (Robert De Niro) keine, und in seinem Tagebuch beschreibt er sich selbst als "Gottes einsamster Mann".

Da gerade vom Präsidentschaftskandidaten Charles Palentine Wahlkampf mit dem Motto "We are the People" geführt wird, hält ihn Travis im Angesicht der Realität auf den Straßen für einen Lügner. Ein misslungenes Date mit Palentines Wahlkampfmanagerin Betsy vergrößert Travis' Abneigung gegenüber der Politik des Präsidentschaftskandidaten sogar noch. In den Augen des gewaltbereiten Taxifahrers ist Palentines Wahlkampf lediglich eine perfide Farce. Deshalb plant Travis einen Anschlag auf den Präsidentschaftskandidaten. Als Travis auch noch die minderjährige Prostituierte Iris kennenlernt, ist New York in seinen Augen endgültig verloren. Er besorgt sich mehrere Pistolen und begibt sich auf einen blutigen Feldzug gegen den Abschaum der Stadt. In New York sollen wieder Recht und Ordnung herrschen.

Das beklemmende Psychogramm eines verzweifelten Einzelgängers im Großstadt-Dschungel wurde zum Kultfilm und bedeutete den großen Durchbruch für Schauspieler Robert De Niro und Regisseur Martin Scorsese. Mit kühler Eindringlichkeit und analytischer Präzision beschreibt Scorsese in dieser "soziologischen Horrorgeschichte" die psychische Deformation seines Protagonisten und liefert mit "Taxi Driver" eine düstere Bestandsaufnahme der US-Gesellschaft vor dem Hintergrund der Folgen des Vietnamkriegs und der wirtschaftlichen Rezension.

Klassiker der modernen Filmgeschichte

Scorsese hatte bereits mit "Hexenkessel" ("Mean Streets", 1972) einen pessimistischen New-York-Film gedreht, ebenfalls mit Robert De Niro und Harvey Keitel. Und wieder gelang es Scorsese, präzise Beobachtungen mit den Mythen und Formen des Genrefilms zu verbinden. "Taxi Diver" ist wegen seiner Intensität, die Robert De Niro als zynischer, trauriger und verzweifelter Held vermittelt, wegen seiner rauen und doch kino-mythischen Fotografie (Michael Chapman) und seines genauen, lakonischen Drehbuchs zu einem Klassiker New Hollywoods und der modernen Filmgeschichte geworden.

Drehbuchautor Paul Schrader, der später selbst ein bekannter Regisseur wurde, ließ sich nach eigenen Angaben einerseits von dem Fall eines realen Attentäters, andererseits von den kompromisslosen Filmen des französischen Regisseurs Robert Bresson und den existenzialistischen Schriften Jean-Paul Sartres inspirieren.

"Taxi Driver" war die letzte Arbeit des großen Filmkomponisten Bernard Herrman, der hier auch ein Motiv seiner Musik für Hitchcocks "Psycho" verarbeitete. Als Bester Film war "Taxi Driver" zwar für den Oscar nominiert, erlebte seinen eigentlichen Triumph aber in Europa, wo er 1976 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

Regisseur von Filmen mit Kultstatus

Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent Martin Scorsese hat in seiner Karriere zahlreiche Filme gedreht, von denen die meisten heute Kultstatus haben. Neben "Taxi Driver" inszenierte er so beispielsweise den Gangsterfilm "GoodFellas - Drei Jahrzehnte in der Mafia", das Howard-Hughes-Biopic "Aviator" und den Thriller "The Departed - Unter Feinden". Für Letzteren erhielt Scorsese im Jahr 2007 seinen ersten Oscar als Regisseur.

Obwohl Hauptdarsteller Robert De Niro kurz vor dem "Taxi Driver"-Dreh einen Oscar als Bester Nebendarsteller für "Der Pate 2" gewonnen hatte, gestaltete sich die Finanzierung des Films als schwierig. Und auch während der Dreharbeiten mussten Scorsese und sein Team einige Probleme überwinden: Jodie Foster war damals erst 12 Jahre alt, weshalb Scorsese bei der zuständigen Jugendschutzbehörde durchsetzen musste, dass sie die Rolle einer minderjährigen Prostituierten übernehmen durfte. Fosters Mutter sollte am Set stets anwesend sein, und es konnten nur einige Stunden pro Tag gedreht werden.

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