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Standbild: Filmausschnitt: Im Reich der Sinne

Film

Im Reich der Sinne

Ein Liebespaar verliert sich mit zunehmender Leidenschaft in seiner sexuellen Lust, die sämtliche Tabus überschreitet und schließlich auch vor Schmerz und Tod nicht mehr haltmacht.

Produktionsland und -jahr:
Japan , Frankreich 1976
Datum:

Nagisa Oshimas Klassiker gehört in seiner Darstellung von Sexualität zu den radikalsten Werken der Filmgeschichte.

Kichizô ist der Besitzer eines Geisha-Hauses, in dem auch Sada als Dienerin arbeitet. Zwischen ihnen entwickelt sich eine Leidenschaft, die alle Tabus und Konventionen hinter sich lässt und zunehmend obsessiv wird. Die Außenwelt verliert für beide immer mehr an Bedeutung. Die anfänglich noch spürbare Eifersucht des Paares auf andere Personen verschwindet in der Bedingungslosigkeit, mit der sich beide in ihrer körperlichen Liebe immer wieder einander hingeben.

Die Lust, die sie in ihrer Ekstase empfinden, wird durch den Schmerz gesteigert: Sada verlangt von Kichizô, dass er sie schlägt, während sie ihn wiederum beim Sex stranguliert. Schließlich lieben sie sich bis zur totalen Erschöpfung und überschreiten alle Grenzen.

Losgelöst von psychologischen Fragestellungen betont der Film die verstörende Nähe von Lust und Schmerz und lotet in Anlehnung an George Batailles Theorie des "Erotisme" das Wesen der Sexualität bis in seine dunkelsten Tiefen aus. In streng komponierten Szenen werden die Begegnungen des Paares gezeigt. In Großaufnahmen und in aller Selbstverständlichkeit kommen Lust und Schmerz, die sich auf ihren Gesichtern zeigen, zum Ausdruck.

Nagisa Oshima musste den in Japan gedrehten Film, der auf eine reale Begebenheit aus dem Jahr 1936 zurückgehen soll, in Frankreich fertigstellen, da er sonst der strengen japanischen Zensur zum Opfer gefallen wäre. Als sein Werk 1977 im Forum-Programm der Berlinale aufgeführt werden sollte, kam es zum Eklat: "Im Reich der Sinne" wurde als "harte Pornografie" beschlagnahmt, ein Jahr später aber für die Kinos ungekürzt freigegeben - und erhielt von der Filmbewertungsstelle sogar das Prädikat "besonders wertvoll". In Japan wurde das kompromisslose Meisterwerk allerdings nur in einer stark gekürzten Fassung aufgeführt.

Darsteller

  • Sada Abe - Eiko Matsuda
  • Kichizô - Tatsuya Fuji
  • Toku, Kichizôs Frau - Aoi Nakajima
  • Bettler - Taiji Tonoyama
  • Magd - Meika Seri
  • alte Geisha - Kanae Kobayashi

Stab

  • Regie - Nagisa Oshima
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Was darf der Film zeigen, mein Kind aber nicht sehen? Diese Einschätzung muss die FSK fällen, die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, seit nunmehr 70 Jahren.

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