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Feuchtgebiete

Film

Feuchtgebiete

Die 18-jährige Helen ist ein sehr ungewöhnliches Mädchen. Hygiene ist ihre Sache nicht, dafür aber das lustvolle Experimentieren mit Körpersäften jeder Art. - Erfolgreiche Verfilmung des Skandal-Bestsellers von Charlotte Roche.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2013
Datum:

Als Scheidungskind hat sich Helen schon früh daran gewöhnt, auf eigenen Füßen zu stehen, und über das Leben und die Liebe macht sie sich ihre ganz eigenen Gedanken. Das Thema Hygiene findet sie nur spannend, wenn sie gegen die gängigen Regeln von Sauberkeit und Scham verstoßen kann. Neugierig und experimentierfreudig lässt sie sich auf Freundschaften und Affären ein, wobei sie keinerlei Tabus gelten lässt. Was sie nicht kennt, will sie erfahren, lernen für ihr Lebensbuch. Dazu gehört genauso der Puffbesuch wie die Intimrasur.

Doch einiges hat auch seine Nachteile, und so landet sie nach einem heftigen Ausrutscher ihres Rasierers im Krankenhaus und muss sich an ihrem liebsten Körperteil einer OP unterziehen. Auch hier verstößt sie natürlich mit Vorliebe gegen alle Regeln des Krankenhausalltags und schließt schnell Freundschaft mit Pfleger Robin.

Feuchtgebiete
Die Pheromone haben gesprochen: Helen (Carla Juri, r.) lässt sich gerne mal verwöhnen.
Quelle: ZDF und Peter Hartwig

Mehr als 2,5 Millionen verkaufte Buchexemplare allein in Deutschland, fast eine Million deutsche Kinozuschauer: Charlotte Roches Skandalroman "Feuchtgebiete" ist eine Erfolgsgeschichte. Dabei galt der provokante Text eigentlich als nicht verfilmbar. Wie sollte man die Beschreibungen eines 18-jährigen Mädchens, das sich an seinen Eltern, Hämorrhoiden und Hygieneregeln abarbeitet, auf die große Kinoleinwand bringen? Gab es doch schon aufgrund des Buches entsetzte Reaktionen angesichts derart schamlos offener Beschreibungen.

Erfolgsproduzent Peter Rommel ("Als wir träumten", "Sommer vorm Balkon") unternahm dieses Wagnis gemeinsam mit Jungregisseur David Wnendt, der zuvor mit seinem Kinodebüt "Die Kriegerin" sein Gespür für provokante Stoffe unter Beweis gestellt hatte. In der Schweizer Schauspielerin Carla Juri fanden sie die ideale Besetzung für Charlotte Roches experimentierfreudige Romanheldin.

Nominierung für den Deutschen Filmpreis

Mit Natürlichkeit, viel Humor und Sinnlichkeit verkörpert Juri den Freigeist Helen und bekam für ihre gewagte Performance eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis. Auf dem Filmfestival von Locarno wurde sie mit "Feuchtgebiete" ebenso gefeiert wie auf dem bedeutendsten amerikanischen Filmfestival in Sundance. An ihrer Seite spielen bekannte deutsche Schauspieler wie Axel Milberg, Meret Becker und Edgar Selge, der hier als überforderter Professor Notz ein komödiantisches Kabinettstück abliefert.

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