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"Die Sprache des Herzens": Marguerite (Isabelle Carré) und Marie (Ariana Rivoire) stehen sich in der Ecke eines abgewohnten Zimmers gegenüber. Marie legt ihre Finger auf Marguerites geschlossene Lippen. Marguerite umfasst dabei sanft Maries Arm.

Film

Die Sprache des Herzens

Das Mädchen Marie ist taubblind. Sie kann weder hören, noch sehen, noch sprechen. Von den Eltern geliebt, lebt Marie dennoch wie ein wildes Tier. Eine junge Nonne will das ändern.

Produktionsland und -jahr:
Frankreich 2014
Datum:

Die Arbeit mit Marie wird für Schwester Marguerite zu einer anstrengenden Herausforderung. Als sich endlich Fortschritte einstellen, beginnt Marguerites Gesundheit zu verfallen. Auf wahren Ereignissen basierende Geschichte einer ungewöhnlichen Menschwerdung.

Frankreich gegen Ende des 19. Jahrhunderts, in der Nähe von Poitiers: Das von Nonnen geführte Institut Larnay kümmert sich um junge Mädchen unterschiedlichen Alters, die taub geboren wurden und deshalb auch nicht sprechen können. Schwester Marguerite gehört noch nicht lange zu den Nonnen des Hauses. Die junge Frau arbeitet am liebsten im Garten. Eines Tages im Mai fährt ein Einspänner in Larnay vor. Der Kutscher, Monsieur Heurtin, hat neben sich ein junges Mädchen an den Kutschbock gefesselt, seine Tochter Marie Heurtin. Marie ist taubblind. Obwohl die Eltern sie lieben, sahen sie sich außerstande, dem Mädchen etwas beizubringen. Die Oberin fürchtet, dass selbst Larnay mit einer Taubblinden überfordert ist und weist das Anliegen des Vaters, die Tochter aufzunehmen, zurück. Doch schon bei dieser ersten Begegnung entsteht zwischen Schwester Marguerite und der jungen Wilden ein erster, intensiver Kontakt, der alles ändern wird. Marguerite lässt nicht locker und überredet die Mutter Oberin schließlich doch dazu, Marie in Larnay ein neues Zuhause zu geben.

Von nun an ist alles in Marguerites Leben ein Kampf - ein Kampf darum, Marie etwas beizubringen. Der Lehrprozess ist eine endlose Wiederholungsschleife, die Fortschritte sind zunächst nicht spürbar, später minimal. Maries Ausfälle stören den ansonsten gut organisierten und harmonischen Schulalltag. Doch eines Tages kommt der lang erhoffte Durchbruch.

Wie tickt ein Teenager, der nicht sehen, hören und sprechen kann? Noch dazu in einer Zeit, die keine elektronischen oder digitalen Hilfsmittel kannte? Dabei hatte Marie noch Glück in ihrem großen Unglück: Sie hatte liebevolle, um das Wohl der Tochter besorgte Eltern. Und in Larnay fand sie Nonnen, deren Menschenfreundlichkeit nicht geheuchelt war, die Maries Entwicklung mit großer Geduld begleiteten.

Die echte Marie Heurtin kam im März 1895 im Alter von zehn Jahren nach Larnay. Sie starb am 22. Juli 1921, 36 Jahre alt, an den Folgen einer Lungenentzündung. Ihre Darstellerin, Ariana Rivoire, ist selbst gehörlos, jedoch nicht blind.
"Die Sprache des Herzens" gewann beim Filmfestival in Locarno 2014 den Publikumspreis. Die deutsche Film- und Medienbewertungsstelle gab Jean-Pierre Améris' Film das Prädikat "besonders wertvoll". Larnay ist heute nicht mehr in kirchlicher Hand, aber immer noch ein Institut für taube und blinde Kinder.

Darsteller

  • Schwester Marguerite - Isabelle Carré
  • Marie Heurtin - Ariana Rivoire
  • Mutter Oberin - Brigitte Catillon
  • Schwester Raphaelle - Noémie Churlet
  • Vater - Gilles Treton
  • Mutter - Laure Duthilleul
  • Schwester Véronique - Martine Gautier
  • Schwester Joseph - Patricia Legrand

Stab

  • Regie - Jean-Pierre Améris

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