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Sehnaz (Funda Eryigit) schaut eine Person an, die der Betrachter nur unscharf und von hinten am rechten Bildrand sieht.

Film

Clair Obscur

Die Begegnung mit einer Frau, die ihren Mann und ihre Schwiegermutter getötet haben soll, bewirkt tiefgehende Änderungen im Leben der Psychologin Chehnaz, die sich als Frau neu entdeckt.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland , Türkei 2016
Datum:
Sendetermin
07.11.2020
23:30 - 01:10 Uhr
Verfügbar in
D / CH / A

Oberflächlich gesehen scheint die Ehe der attraktiven Mittdreißigerin Chehnaz mit einem erfolgreichen Architekten in Ordnung zu sein, sie haben ein erfülltes und intensives Sexleben. Dennoch schlummern unter der Oberfläche einige unausgetragene Konflikte. Chehnaz, die während der Woche als Psychologin in einem Krankenhaus in einer abgelegenen Küstenstadt arbeitet, fühlt sich zunehmend von ihrem Ehemann Cem bevormundet und in ihren eigenen Bedürfnissen unterdrückt. Vor allem scheint der Sex nur ihren Mann zu befriedigen, während sie immer mehr seine Erfüllungsgehilfin wird.

Die Begegnung mit der jungen Elmas jedoch verändert ihr Leben und ihre Selbstwahrnehmung als Frau. Elmas wurde verstört ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem ihr Mann und ihre Schwiegermutter tot in ihrer Wohnung aufgefunden wurden. Die verstummte junge Frau, einst von ihrem Vater mit dem wesentlich älteren Mann verheiratet, wurde neben den Leichen gefunden und wird nun des Mordes verdächtigt.

Chehnaz soll Elmas zum Reden bringen. Es stellt sich heraus, dass sie auf ähnliche Weise wie Chehnaz sexuelles Objekt ihres Mannes war, während die eigene Sexualität keine Rolle spielte. Die Erkenntnis, ein Recht auf Selbstverwirklichung zu haben, gerade auch in der Sexualität, führt bei Chehnaz zu einer Affäre mit dem Gerichtsmediziner Umut. Vor dem Hintergrund der heftigen Winterstürme und einer wilden Landschaft erlebt Chehnaz endlich einen Orgasmus, und ihre Verkrampftheit löst sich. Sie ist bereit, ihr Leben als Frau neu zu gestalten.

Die poetische Filmemacherin Yeşim Ustaoğlu wagt sich an das vielleicht größte Tabu der türkischen, muslimischen Gesellschaft: die Sexualität der Frau. Ihr Film gibt einen Einblick in die Geschlechterrollen jenseits der Diskussion über Kopftuchverbote.

Yeşim Ustaoğlu gilt mit Filmen wie "Journey Into the Sun", "Waiting for the Clouds" und "Pandora's Box" als wichtigste Regisseurin in der Türkei. Ihre auf Festivals wie Berlin, Tokio, Sundance oder San Sebastian ausgezeichneten Filme beschäftigen sich mit gesellschaftlichen Fragen des Islamismus in der Türkei. Sie erzählt dabei keine Geschichten aus der Großstadt Istanbul, sondern erkundet immer wieder die abgelegenen Provinzen. Dabei riskierte sie bewusst die Konfrontation mit der Politik, was auch schon zu einem zeitweiligen Einreiseverbot ins eigene Land geführt hatte, sie aber für viele Filmemacher zu einer Vorkämpferin für persönliche Freiheiten und Toleranz macht.

Darsteller

  • Chehnaz - Funda Eryigit
  • Elmas - Ecem Uzun
  • Cem - Mehmet Kurtulus
  • Umut - Okan Yalabik

Stab

  • Regie - Yeşim Ustaoğlu

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