Leere Sitze eines Kinosaals.

Film

kinokino Shortcuts vom 31. August 2021

Die "kinokino-Shortcuts" liefern eine Schnellkritik zu den Kinostarts der Wochen 34 und 35.

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"kinokino" stellt die Tops und Flops dieser Startwochen vor: Kurze, prägnante und auf den Punkt gebrachte Kritiken von der "kinokino"-Redaktion.

Kinoneustarts KW 34

"Coup": Im Sommer 1988 raubt ein 22-jähriger Bankangestellter seiner Bank Millionen – und zwar mit einem ausgeklügelten System. Der Neu-Millionär setzt sich nach Australien ab, weiht erst von dort aus am Telefon seine Lebensgefährtin ein, die nicht zu ihm nachkommen will. Sie stellt ihn vor die Wahl: Zurück zum gehassten Durchschnittsleben, aber zu seinem geliebten Sohn oder weiterhin das ausschweifende Leben eines Millionärs. Regisseur Sven O. Hill, der 2019 für "Coup" auf den Hofer Filmtagen mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet wurde, erzählt die wahre Geschichte eines tiefstapelnden Hochstaplers.

"The Father": Anne (Olivia Colman) ist in großer Sorge um ihren Vater Anthony (Anthony Hopkins). Als lebenserfahrener stolzer Mann, lehnt er trotz seines hohen Alters jede Unterstützung durch eine Pflegekraft ab, will seine Londoner Wohnung nicht verlassen. Doch als Anne ihm plötzlich eröffnet, dass sie zu ihrem neuen Freund nach Paris ziehen wird, ist er verwirrt. Wer ist dann dieser Fremde in seinem Wohnzimmer, der vorgibt, seit über zehn Jahren mit Anne verheiratet zu sein? Anthony versucht, die sich permanent verändernden Umstände zu begreifen und beginnt mehr und mehr zu zweifeln: an seinen Liebsten, an seinem Verstand und schließlich auch an seiner eigenen Wahrnehmung. Anthony Hopkins wurde in diesem Jahr für seine Rolle als Demenzkranker als Bester Hauptdarsteller mit einem Oscar ausgezeichnet.

"Martin Eden": Als sich der Matrose Martin Eden in die großbürgerliche Elena Orsini verliebt, merkt er bald, dass sein Charme allein nicht reicht, um ihr Herz und das ihrer Eltern zu erobern. Ungestüm beginnt er, seine bescheidene Bildung zu erweitern - liest jedes verfügbare Buch, das Schreiben wird seine Leidenschaft. Kaum einer glaubt an ihn. Das ändert sich erst, als Martin Eden den Bohemien Russ Brissenden kennenlernt, der das ungeheure Talent des radikalen Individualisten erkennt. "kinokino" trifft Hauptdarsteller Luca Marinelli, der in Venedig 2019 als Bester Schauspieler ausgezeichnet wurde, und spricht mit ihm über die BR-koproduzierte Jack London-Verfilmung.

"Tides": Als die Erde für den Menschen unbewohnbar wurde, besiedelte die herrschende Elite den Planeten Kepler 209. Doch seine Atmosphäre macht die neuen Bewohner unfruchtbar. Zwei Generationen später soll Astronauten feststellen, ob Leben auf der Erde wieder möglich ist: Die Raumkapsel gerät beim Eintritt in die Erdatmosphäre außer Kontrolle. Die junge Wissenschaftlerin Blake überlebt die Landung als Einzige – doch sie ist nicht alleine. Ein Überlebenskampf beginnt, der über das Schicksal der ganzen Menschheit bestimmen wird. Regisseur Tim Fehlbaum schwärmt in "kinokino" von seinem Mäzen Roland Emmerich und erzählt wie man auch in Deutschland einen Science-Fiction-Thriller auf internationalem Niveau dreht.


Kinoneustarts KW 35

"Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull": Felix Krull, ein attraktiver junger Mann aus gutbürgerlichem Haus, hat seine Verwandlungskünste und Rollenspiele seit frühestem Kindesalter perfektioniert. Als sich ihm die Möglichkeit eröffnet, als Liftboy in einem Pariser Luxushotel zu arbeiten, zögert er nicht lange. Im Hotel passt sich Felix allen Gegebenheiten gekonnt an und steigt rasch zum Oberkellner auf, wobei er vor allem die weiblichen Gäste um den Verstand bringt. Diese Neuverfilmung von Thomas Manns populärem gleichnamigen Roman zeigt Felix' Fähigkeit, die Menschen zu bezaubern und zu betrügen, was ihn schließlich bis an den Königshof von Lissabon führt, wo er sein Meisterstück als Hochstapler abliefert.

"Räuberhände": Janik und Samuel haben das Abi geschafft und wollen zusammen nach Istanbul reisen – in ein neues, selbstbestimmtes Leben. Doch kurz vor dem Trip wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt. Die Reise der beiden verläuft anders als geplant. Verfilmung des Erfolgsromans von Finn-Ole, seit der Erstveröffentlichung 2007 ein Beststeller, der authentisch von der Zeit der universellen Suche nach Freiheit, Heimat und Identität erzählt.

"Aware - Reise in das Bewusstsein": Dieser Dokumentarfilm folgt sechs brillanten Forschern, die sich dem Bewusstsein, das noch immer als größtes Rätsel des Universums gilt, aus radikal unterschiedlichen Perspektiven nähern. Was ist Bewusstsein? Woher kommt es? Haben es alle Lebewesen? Kann man einen mystischen Zustand reinen Bewusstseins erreichen? Und was geschieht, wenn wir sterben? Über diese Fragen will sich der Film diesem Mysterium nähern.

"Ein bisschen bleiben wir noch": Die tschetschenischen Flüchtlingskinder Oskar und Lilli leben seit sechs Jahren in Österreich, haben aber kein dauerhaftes Bleiberecht. Als die Familie abgeschoben werden soll, unternimmt ihre Mutter einen Selbstmordversuch. Der bewirkt zwar einen Aufschub der Abschiebung, aber Oskar und Lilli werden getrennt bei verschiedenen Pflegeeltern untergebracht. Heimlich halten die Geschwister Kontakt und versuchen mit der unbändigen Kraft ihrer Liebe zueinander, jede bürokratische Hürde mit Leidenschaft und Phantasie zu überwinden. 2020 gewann Regisseur und Drehbuchautor Arash T. Riahi dafür den Publikumspreis beim Max Ophüls-Filmfestival. In "kinokino" berichtet er, warum ihm die Themen Flucht und Vertreibung am Herzen liegen.

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