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Standbild: Spuren des Bösen - Racheengel

Film

Spuren des Bösen - Racheengel

In Wien treibt ein "Racheengel" sein Unwesen. Denn eigentlich wollte der Psychiater und Verhör-Experte Richard Brock nur ein Buch kaufen gehen, als er plötzlich Opfer einer Geiselnahme wird, bei der sich der Täter schließlich selbst das Leben nimmt.

Produktionsland und -jahr:
Österreich , Deutschland 2010
Datum:
Sendetermin
28.11.2019
21:45 - 23:15 Uhr
Verfügbar in
D / CH / A

Und genau da nimmt der Fall für Brock erst seinen Anfang - der bis weit in die Vergangenheit zurückreicht und so manches bis dahin gut gehütetes Geheimnis ans Tageslicht bringt.

Mehr zum Inhalt:

Der verzweifelte Sebastian Ulmer (Florian Teichtmeister) nimmt auf der Flucht vor der Polizei in einer Buchhandlung Geiseln, darunter auch den Psychiater Richard Brock (Heino Ferch). Brock versucht den verzweifelten jungen Mann zur Aufgabe zu bewegen. Sebastian, der nun erst die Ausweglosigkeit seiner Situation erkennt, nimmt sich vor Brocks Augen das Leben.

Gegen den Willen der Polizei macht Brock sich daran die wahren Ursachen des tragischen Vorfalls zu klären. Er stößt in ein Wespennest. Ulmer, der bereits im Alter von neun Jahren einen Selbstmordversuch begangen hatte, wollte endlich über einen folgenschweren Missbrauchsfall aus seiner Kindheit aussagen. Die Recherche führt Brock zu Sebastians Schwester (Ursula Strauss) und ihrer tief religiösen Familie. Der Geistliche Josef Bacher (Bernhard Schir) scheint eng mit Sebastians Schicksal verknüpft. Da er an das Beichtgeheimnis gebunden ist, kann er Brock keine weiteren Hinweise geben. Der Fall nimmt eine überraschende Wendung, als Sebastians Mutter Eva (Hannelore Elsner) Bacher in der Kirche aus Vergeltung für Sebastians Tod erschießt. Brock erkennt jedoch, dass Eva Ulmer sich geirrt hat.

Heino Ferch als Psychiater und Verhör-Experte Richard Brock: "Eine Melange, die sehr lecker schmeckt"

"Mich reizt dieser Brock, der auch mit sich selber polarisiert: Er ist einerseits gesprächig in der fachlichen Form, die er drauf hat. Und andererseits ist er unheimlich verschlossen durch sein Wesen und durch seine Geschichte", so Ferch. Und weiter: "Durch das große Weltall der Psychologie gibt es einen direkten Draht in seinen Kopf, aber nicht wirklich in sein Herz. Das schimmert nur so durch. Und das mag ich unglaublich gern, dass er sich nicht in die Karten blicken lässt. Auch wenn ich denke, dass wir es trotzdem irgendwie schaffen, Momente zu finden, die ein wenig aus ihm herauslassen und durch seine Augen und seine Reaktionen eine Menge Geheimnis tragen. Wenn wir von dieser Figur so wenig wie möglich und so viel wie nötig preisgeben, ist der Spannungsseismograf umso höher. Wir sind sehr bedacht darauf, diese Balance zu halten - eine Melange, die sehr lecker schmeckt. Und dieses Feld dieser Psychoanalyse und Psychologie bietet ein unglaublich großes Becken an Spielmöglichkeiten. Da wachsen dramaturgische Drehungen und Wendungen, die überraschen und auch erschüttern."

Heino Ferch über seine Liebe zu Österreich: "Ich habe in Österreich studiert, war vor 25 Jahren im Mozarteum in Salzburg und ich habe schon da meinen Kulturschock von Norddeutschland ins lauschige Salzkammergut hinter mich gebracht. Seitdem bin ich sehr austrophil - und wahnsinnig gerne hier."

Regisseur Andreas Prochaska: "Meine Vorstellungen sind immer wieder übertroffen worden"

"Das Interessante bei diesen Geschichten ist gerade die Kombination eines Deutschen, der in Wien, wahrscheinlich aus privaten Gründen, gestrandet ist und sich hier seine eigene Welt aufgebaut hat und ein Wien der Jahrhundertwende zwischen Kaffeehaus, Universität und seiner Wohnung erlebt. Außerdem sind es die Analysefähigkeit und Genauigkeit, die die Hauptfigur mitbringt. Er ist der Piefke, der den Österreichern die 'Wadln vierericht'. Er hat schon etwas von einem Soziopathen. Er lebt in seiner Welt, ist nicht wahnsinnig zugänglich und hat die Fähigkeit, die Leute psychologisch zu sezieren. Das ist einfach unangenehm. Aber was Heino Ferch so gut gelingt, ist, dieser eigentlich unangenehmen Figur doch so viel Herz und Gefühl zu geben."

Damit verbunden sind intensive, emotionale Szenen, die auch hinter der Kamera unter die Haut gehen: "Wenn solche Szenen im Kasten sind, ist es natürlich immer eine Erleichterung - sowohl für die Schauspieler als auch für mich. Ich sitze ja auch mit derselben Spannung vor der Kamera, weil ich einfach eine gewisse Vorstellung davon habe, wie das sein könnte. Und in diesem Fall sind meine Vorstellungen immer wieder übertroffen worden."

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