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Standbild: Kleine große Stimme

Film

Kleine große Stimme

Der zehnjährige Benedikt hat es nicht leicht im Österreich des Jahres 1955. Das Leben bei den Großeltern am Land ist hart für das Besatzerkind mit der dunklen Hautfarbe. Niemand will ihn haben.

Produktionsland und -jahr:
Österreich , Deutschland 2015
Datum:

Die Mutter lebt nicht mehr, sein amerikanischer Vater weiß nichts von ihm. Als Benedikt erfährt, dass die Wiener Sängerknaben auf Amerika-Tournee gehen, reißt er aus, um in den weltberühmten Chor aufgenommen zu werden. In Amerika will er seinen Vater finden. Alles, was er von ihm hat, ist ein Lied, das seine Mutter ihm vorgesungen hat. Die Schwierigkeiten scheinen unüberwindlich. Doch dann findet Benedikt Hilfe, wo er es am wenigsten erwartet hätte.

Wien in den 50er Jahren: Für die Dreharbeiten von "Kleine große Stimme" reist Wolfgang Murnberger zurück in das Jahr 1955. Denn genau in dieser Zeit spielt das ORF/BR-Melodram, das hier in Szene gesetzt wurde. Darin versucht ein Bub in der Nachkriegszeit - allen Widerständen zum Trotz - sich seinen großen Traum zu erfüllen.

Mehr zum Inhalt:

1955. Das zehnjährige Besatzerkind Benedikt (Wainde Wane), ein ungeliebter Waisenknabe, der bei seinen Großeltern auf dem Land aufwächst, träumt von der Aufnahme bei den Wiener Sängerknaben. Eine Tournee mit dem weltberühmten Chor wäre seine Chance, seinen Vater, einen amerikanischen Besatzungssoldaten, der nichts von ihm wissen kann, zu finden. Alles, was er hat, sind ein altes Foto und eine Melodie, die seine Mutter ihm damals vorgesungen hat. Bei Nacht und Nebel flüchtet Benedikt aus der Gastwirtschaft seines von den Kriegserlebnissen verbitterten Großvaters. Alleine macht er sich auf den schwierigen Weg durch die Besatzungszonen nach Wien.

Als er endlich das Palais der Wiener Sängerknaben erreicht, sind die Aufnahmeprüfungen gerade noch im Gang. Die Aufnahmekriterien sind streng. Ohne Voranmeldung und ohne Begleitung eines Erwachsenen sinken Benedikts Chancen gegen null. Mit seiner natürlichen Unverfrorenheit und der Hilfe des aus den USA nach Wien zurückgekehrten Chorleiters Max (David Rott) schafft er dennoch das Unmögliche. Bei den Sängerknaben gerät er vom Regen in die Traufe. Der Konkurrenzkampf unter den Buben ist hart. Neulinge werden grob behandelt. Für einen Neuling ist es nahezu unmöglich, in den Chor für die Amerikatournee aufgenommen zu werden. Benedikt freundet sich mit Max' Vater Siegfried (Karl Merkatz) an, der das Konzentrationslager überlebt hat und seit Jahren nach seiner verschollenen Ehefrau sucht. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Familie, die Benedikt seit dem frühen Tod seiner Mutter nicht mehr hatte.

Mit den Sängerknaben und einer Melodie auf Vatersuche

Wainde Wane spielt in seiner ersten Filmrolle auch gleich die Hauptrolle und beeindruckt am Set seine Kollegen mit Professionalität. Über seine Rolle sagt er: "Ich spiele einen Buben, der in Niederösterreich aufwächst, dessen Mutter gestorben ist und der seinen Vater nie getroffen hat. Der Bub lebt bei seinen Großeltern, und vor allem sein Großvater behandelt ihn ziemlich schlecht. Eines Tages sieht der Bub in der Wochenschau die Sängerknaben und sieht, dass die nach Amerika fahren. Und alles, was er von seinem Vater weiß, ist, dass er Amerikaner ist. Und so will er zu den Sängerknaben, um seinen Vater zu finden. Er weiß halt nicht, wie groß Amerika ist." Und Wolfgang Murnberger erklärt weiter: "Die Suche nach seinem Vater ist sozusagen das Grundmotiv der Hauptfigur in unserer Geschichte. Als einziges Hilfsmittel, um seinen Vater zu finden, hat er eine Melodie, die der Vater für die Mutter geschrieben hat. Und anhand dieser Melodie versucht er dann seinen Vater zu finden. Dadurch, dass der Bub glaubt, über die Sängerknaben nach Amerika zu kommen, versucht er mit allen Mitteln, bei den Sängerknaben reinzukommen."

David Rott als Kapellmeister in Wien

David Rott schlüpft in die Rolle von Max Goldberg: "Ich spiele den Kapellmeister. Ich bin ein Dirigent und Musiklehrer, der mit den Buben musiziert." Über die 50er Jahre meint Rott weiter: "Ich mag diese Zeit - ich fühle mich auch sehr wohl. Ich hab schon öfters Filme, die in den 50er Jahren spielen, gemacht - und es gefällt mir. Es auch interessant, was das Kostüm mit einem macht."

Es ist immer spannend, in anderen Zeiten zu drehen Miriam Stein

Auch Miriam Stein findet zumindest äußerlich Gefallen an den 50er Jahren: "Ich finde es immer spannend in anderen Zeiten zu drehen und man darf sich so schön verändern. Vom Kostüm und von der Maske her ist es eine sehr schöne Zeit, wo man als Frau sehr weiblich sein darf."
Über ihre Rolle verrät sie: "Ich spiele die rechte Hand vom Direktor. Der Film spielt 1955 und meine Figur ist schon sehr in dieser Zeit verhaftet - von ihren Ansichten her, von ihrem Verhalten her. Und der Kapellmeister bringt da einen frischen auswärtigen Wind mit rein - das gefällt ihr natürlich, aber letztendlich steht sie dann zwischen zwei Männern - zwischen dem traditionellen Direktor und dem aus Amerika kommenden Kapellmeister."

Der Böse macht halt immer am meisten Spaß Philipp Hochmair

"Ich bin der Böse. Ich verkörpere eine andere Welt, die alte Welt, die vor dieser Zeit war. Und diese Zeit ist natürlich geprägt durch Krieg und Ordnung. Ich spiele einen Lehrer, der für Zucht und Ordnung sorgt", erklärt Philipp Hochmair seine Rolle und erzählt weiter: "Ich selbst hatte einen strengen Großvater, der war auch Lehrer und hat auch für Zucht und Ordnung gesorgt." Über den Dreh meint Hochmair: "Ein gutes Buch, tolle Kollegen und ein toller Regisseur - da macht die Arbeit immer Spaß, egal in welcher Position. Aber der Böse macht halt immer am meisten Spaß."

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