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Ein junge Frau in historischer Kleidung hält ein Baby im Arm.

Film

Die Hebamme - Auf Leben und Tod

Tiroler Bergdorf um 1813. Seit dem Tod ihres Mannes lebt Rosa Koelbl (33) mit ihrer jüngeren Schwester Anna (18) in bescheidenen Verhältnissen und verdient sich ihren Lebensunterhalt als Hebamme.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland , Österreich 2009
Datum:

Dank ihrer großen Kompetenz und Warmherzigkeit genießt sie bei den Frauen einen sehr guten Ruf.

Zwei Frauen verlassen das Haus, eine Frau sieht ihnen nach.
Brigitte Hobmeier (Rosa), Pippa Galli (Anna)
Quelle: ORF/SK Film/Christian Hartmann

Als Anna unehelich schwanger wird und sich aus Scham und als Folge der Anfeindungen im Dorf das Leben zu nehmen versucht, flieht Rosa mit ihrer Schwester in die Stadt. Auf Empfehlung des Arztes und Forschers Dr. Gennaro Kauner (38) findet sie dort eine Anstellung in der neugegründeten Gebäranstalt des Medizinalrates Jakob Aigner (55). Dessen Ziel ist es, möglichst vielen bedürftigen Frauen und unehelich Schwangeren eine gut betreute Geburt zu ermöglichen. Im Gegenzug müssen die Frauen angehenden Ärzten für Forschung und Lehre zur Verfügung stehen.

Während sie sich privat zueinander hingezogen fühlen, kommt es auf der beruflichen Ebene bald zu Spannungen zwischen Rosa und Gennaro. Vom Anstaltsleiter Aigner zusätzlich unter Erfolgsdruck gesetzt, erträgt es der ehrgeizige Medicus  nur schwer, dass ihm Rosa als einfache Hebamme zum Teil an Wissen, Erfahrung und Handwerk überlegen ist. Rosa hingegen fällt auf, dass Wöchnerinnen, bei denen eine Nottaufe vorgenommen wurde, häufiger im Kindbett sterben. Sie vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Kindbettfieber und verunreinigten Taufspritzen.

Zum Eklat kommt es, als Gennaro in Rosas Abwesenheit eine junge Gebärende durch einen unnötigen Kaiserschnitt tötet. Als Rosa ihn daraufhin zur Rede stellt, Gennaro sich aber weiter uneinsichtig zeigt, meldet sie Aigner den Vorfall, der sich jedoch auf Gennaros Seite stellt.

Rosa nimmt das verwaiste Neugeborene vorübergehend bei sich auf, obwohl sie sich hierdurch strafbar macht. Als sie kurz darauf wegen dieses von Gennaro gemeldeten Verstoßes gegen die Hebammenordnung angezeigt wird und ihr eine Gefängnisstrafe droht, lässt sie das Baby bei einer eingeweihten Wöchnerin zurück und flieht zusammen mit der mittlerweile hochschwangeren Anna zurück in ihr Heimatdorf.

Ein Mann mit Hut sieht von hinten auf zwei Frauen vor ihm, die im Vordergrund zu sehen sind.
Misel Maticevic (Gennaro)
Quelle: ORF/SK Film/Christian Hartmann

Doch ein friedliches Leben bleibt ihr auch hier nicht vergönnt, denn der bigotte Dorfpfarrer wittert in der zurückgekehrten Hebamme nach wie vor eine ketzerische Aufrührerin; zumal Rosa sich inzwischen nicht mehr den Mund verbieten lässt und den sie um Hilfe ersuchenden Frauen u. a. Ratschläge zur Empfängnisverhütung gibt.

Unterdessen hat Gennaro Rosas bei ihrer Flucht zurückgelassene Aufzeichnungen gefunden. Er erkennt, dass sie in Vielem Recht hatte und macht sich auf den Weg nach Tirol, um sich zu entschuldigen und ihr seine Pläne von einer gemeinsamen Zukunft zu unterbreiten: Er möchte zusammen mit ihr eine eigene Gebäranstalt aufbauen.

Als während eines Dorffestes bei Anna plötzlich die Wehen einsetzen, täuscht Rosa - um Annas Leben nicht zu gefährden - die vom Pfarrer geforderte Nottaufe lediglich vor, was dieser jedoch bemerkt. Immerhin erhält sie diesmal Rückendeckung von Gennaro. Das Kind und Anna überleben knapp, Rosa hingegen wird auf Betreiben des Pfarrers hin wegen ihrer Verstöße gegen die Hebammenordnung verhaftet und abgeführt.

Besetzung:

Mit Brigitte Hobmeier (Rosa Koelbl), Misel Maticevic (Gennaro Kauner), August Zirner (Jakob Aigner), Pippa Galli (Anna Koelbl), Karl Fischer (Pfarrer), Maria Hofstätter (Afra) u.a.

Drehbuch: Peter Probst (nach einer Vorlage von Monika Bittl)
Regie: Dagmar Hirtz

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