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Film

Die Frau, die im Wald verschwand

In den 1950er-Jahren wird der beliebte Oberbürgermeister Dr. Vorweg mit seiner Kriegsvergangenheit konfrontiert, als ein Ex-Kamerad auftaucht, der noch eine Rechnung offen hat.

Produktionsland und -jahr:
Deutschland 2007
Datum:
Verfügbar in
D / CH / A
Verfügbar bis:
bis 10.02.2021

Deutschland Mitte der 1950er-Jahre: Dr. Gerd Vorweg, Oberbürgermeister einer Kreisstadt, kann mit seinem Leben rundumzufrieden sein. Einige Jahre nach Kriegsende hat er seiner Stadt durch die Ansiedlung eines großen Textilbetriebs wieder zu Aufschwung und Wohlstand verholfen. Unter den Einwohnern ist er beliebt und führt zusammen mit seiner Gattin Katharina eine Vorzeigeehe.

Als Katharina plötzlich spurlos verschwindet, wird diese Idylle jäh zerstört. Alle Indizien sprechen dafür, dass Katharina bei der Detonation einer Fliegerbombe im sogenannten Knochenwald, einem von Minen und Blindgängern übersäten Sperrgebiet, ums Leben gekommen ist. Überreste von ihr werden jedoch nicht gefunden.

Dem verstörten Vorweg ist das Verschwinden seiner Frau völlig unbegreiflich. Eines Nachts taucht mit Horst Karg ein Freund aus Kriegstagen überraschend in Vorwegs Haus auf. Der Oberbürgermeister wird mit Geschehnissen aus der Vergangenheit konfrontiert, die er bisher verdrängt hat.

Als Militärarzt hatte Vorweg seinen Freund nach dessen Verwundung im Krieg behandelt. Aus dieser Zeit hat Karg noch eine Rechnung mit ihm offen. Er macht Vorweg dafür verantwortlich, dass er körperlich nur halbwegs wiederhergestellt, doch seelisch zutiefst angeschlagen zurück an die Front musste.

In der Auseinandersetzung der beiden Männer kommt das Geschehen der letzten fünf Monate langsam ans Licht. Dabei zeigt sich, dass in der äußerlich so heilen Welt von Gerd Vorweg nichts so ist, wie es scheint.

"Dieser Film", sagt Regisseur Oliver Storz, "ist ein Blick hinter die Kulissen einer bürgerlichen Wohlanständigkeit in das Dunkel des Verbotenen, und da gibt es alles von der Romantik heimlicher Liebe bis zur Obsession des Perversen."

In "Die Frau, die im Wald verschwand" geht es um unterdrückte erotische Momente, aber in erster Linie um Verdrängung. Oliver Storz: "Das eine geht mit dem anderen zusammen. Das war sehr typisch für die Zeit. Als Heranwachsender habe ich bemerkt, dass sich die Erwachsenen über ihre Vergangenheit eine bestimmte Version zurechtgelegt haben, die sie nach einer Weile selber glaubten. Das ist eine menschliche Eigenschaft, jeder von uns möchte ja besser dastehen, als er es wirklich tut. Auch Gerd Vorweg, der Oberbürgermeister, kann nur noch mit der Version leben, die er sich zurechtgelegt hat. Und dann kommt dieser Fremde und zerstört seine geschönte Biografie."

Darsteller

Katharina Vorweg - Karoline Eichhorn
Dr. Gerd Vorweg - Stefan Kurt
Horst Karg - Matthias Brandt
Dr. Rohleder - Jürgen Hentsch

Stab

Buch und Regie - Oliver Storz

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